Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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daß ich eine gewiſſe Schuld nicht bezahlen kann eine Schuld des Blutes und der Verzweiflung, eine Schuld, die ich ſelbſt um den Preis meines Seelenheils abmachen möchte. Mein Sohn, ich bin ein Verbrecher geweſen, ich habe die Maske der Heuchelei vorgehalten wie alle Men⸗ ſchen, aber die Rache, die ich erduldet, hat alles Maß überſchritten; es iſt entſetzlich! Ach, Gattin, Sohn und Tochter alles, alles hat mir die Hand eines Menſchen entriſſen, ohne Gewiſſensbiſſe, ohne Mitleid, blos um ſich an mir zu rächen. Benedetto, ſchlage dieſen Menſchen zu Boden, martere, quäle ihn, damit auch er weine, und wenn ſeine Verzweiflung den höchſten Gipfel erreicht hat, ſo ſage ihm: Ich bin Villefort's Sohn, ich züchtige Dich in ſeinem Namen; es iſt ſeine Rache zum Austauſch für Deine furchtbare Rache.

Ach mein Vater, wo iſt dieſer Menſch? Wo iſt er? rief ich.

Wo er iſt? murmelte mein Vater, indem er ſeinen leidensmüden Kopf traurig hin und her bewegte,wo er iſt? Ich weiß es nicht. Dann faßte er mich am Arme, zog mich näher an ſich, und ſagte mit vor Furcht zitternder Stimme, während ſein Blick ſtier ward wie bei der Er⸗ ſcheinung eines Geſpenſtes: Frage den Raum, frage den Himmel, frage das Meer und die Erde er wird da ſein, überall, wie ein mächtiger Gott oder wie ein hölliſcher Schickſalsdämon. Hüte Dich, damit nicht ſein feuriger

Blick einen Augenblick auf Dir hafte. O, Du wäreſt auf 36

immer verloren und verflucht!

Aber ſein Name! rief ich wüthend, denn ich glaubte

ſchon das Echo dieſes furchtbaren, großen Namens zu hören. S Sein Name? wiederholte Herr von Villefort mit krampfhaftem bitterem Lächeln.Hat er denn zufällig einen beſtimmten, ſichern Namen? Hat er nicht durch die Macht ſeines furchtbaren Willens jeden Tag, jede Stunde ſeinen

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