Eingang des Gebäudes zukam, eilte ſie fort, um die Thür einer geheimen Treppe zu öffnen und kehrte dann in ihr Zim⸗ mer zurück, wo ſie ſich auf einem Divan von himmelblauer Seide niederließ.„
Lucian Debrah ſtieg die Treppe herauf, ſchloß die Thür derſelben und trat in das Zimmer der Baroneſſe
„Nun, Debrah?“ fragte ſie mit einer Miene, in wel⸗ cher ſich die größte Ungeduld ausſprach.
Debrah zog ſeine Handſchuhe aus, legte ſeinen Man⸗
tel und ſeinen Hut auf einen Seſſel und nahm dann wie ein vertrauter Freund neben der Baroneſſe Platz.
„Sprich, Debrah; Deine Ruhe tödtet mich. Du haſt durch dieſen Beauchamp irgend eine ſchlimme Rachricht er⸗ fahren.“
„Alles, was ich, ohne indiscret zu erſcheinen, habe er⸗ fahren können, iſt ein einfaches Wort,“ antwortete Debrah mit verzweifelter Ruhe.
„Ah!“ rief die Baronin mit einer herausfordernden und zugleich ängſtlichen Geberde:
„Und dieſes Wort iſt ein Frauennamen— der Dein
„Du glaubſt alſo, daß ich in Gefahr ſchwebe?“
„Wie ich es immer geglaubt habe!“ entgegnete Lucian Debrah.„Wenn Deine Gegenwart in Paris bis auf den heutigen Tag noch keinen Anlaß zu ſchlimmen Auftritten gegeben, ſo bin ich doch nichts deſtoweniger überzeugt, daß Du Deine Rolle, oder um das richtige Wort zu gebrau⸗ chen, dieſe Maskerade nicht lange mehr fortführen kannſt und jetzt weniger als jemals!“
Die Baroneſſe ließ ein leichtes Gelächter des beleidig⸗ ten Stolzes hören und antwortete:
„Wenn Du ſo darüber geurtheilt haſt, ſo iſt es ge⸗ ſchehen, weil ich für Dich niemals Geheimniſſe gehabt, wie ich es mit aller Welt gemacht habe. Wenn Du wie andere Leute dächteſt, daß der Baron Danglars mit ſeiner Tochter Eugenie um ſeines Vergnügens willen reiſe, ſo
—
X *
—„—,—


