Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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würdeſt Du Dir niemals eingebildet haben, daß ich von

dem Baron und von Eugenien verlaſſen worden ſei.

Sehr gut, hob Debrah wieder an,es iſt nun ein Jahr, ſeitdem der Baron dem Beiſpiel Eugenien's folgte und die Pariſer Welt glaubt, daß ſie ſich dem Vergnügen des Reiſens widmen. In der That, es kann nichts Ein⸗ facheres geben. Aber die Zeit verſtreicht und wird verſtrei⸗ chen und kann ſich nicht am Ende Jemand finden, welcher ſo indiscret iſt, zu fragen, wann der Baron und ſeine Tochter wiederkommen werden?

Die Baroneſſe machte eine Bewegung.

Und dann, fuhr Debrah fort,kann nicht ferner irgend ein ſchadenfroher Spaßmacher auftauchen, der ſich die große Freiheit nimmt, über die lange Abweſenheit der Reiſenden zu lachen, ſo daß binnen Kurzem ganz Paris ebenfalls lacht? Du ſiehſt, liebe Baronin, von dieſer Seite wird es nicht gut gehen!

Nun ſo rathe mir doch, Debrah, ſagte die Baro⸗ nin nun mit jener ſchüchternen Unſchuld eines naiven Mäd⸗ chens von fünfzehn Sommern, indem ſie zugleich ihren Arm auf den Debrah's legte.

ſage Dir nochmals, was ich Dir vor einem Jahre ſagte, als Du mir den Brief Deines Gatten zeigteſt, in wel⸗ chem er 1 Worte an Dich richtete:Ich verlaſſe ſie, wie ich ſie genommen habe, das heißt reich, aber eben nicht ehrenwerth.

Dieſer Ausdruck, der jede andere Frau zu Boden ge⸗ ſchmettert hätte, rief auf den Lippen der Baroneſſe nur ein zweites lautes Gelächter des beleidigten Stolzes hervor.

Lucian fuhr fort:

Ich ſage nochmals, daß Du reiſen mußt. Vergan⸗ genes Jahr beſtand Dein Vermögen in einer Million und zweimalhunderttauſend Franes oder mit anderen Worten, in ſechzig tauſend Francs Rente. Heute beſitzeſt Du zwei Nillionen viermalhund erttauſend ranes oder nach anderer Be⸗ rechnung hundertund zwanzigtau nd irelin Wos