Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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welchem zwei ſchöne ſchwarze Augen bald funkelten, bald ſchmachteten, je nachdem ein herrſchſüchtiges oder ein ſanf tes Gefühl ihren ſchneeweißen Buſen ſchwellte, gehörten nicht zu den geringſten Reizen, die eine zahlreiche Geſell⸗ ſchaft in ihre Salons lockte.

Männern, welche ſtarke Erregungen lieben, mißfällt eine Frau, wie die Baroneſſe Danglars, niemals; ihr ver⸗ ächtliches Lächeln, ihre entſchloſſene und anmaßende Geberde, die dennoch ſo unterwürfig und zärtlich ward, wenn ſie ſich beſiegen ließ, ihr beredter, ſcharfſichtiger Blick, ihre außer⸗ ordentliche Zungenfertigkeit Alles trug dazu bei, ihr in den Augen der jungen Elegants einen Platz in der Kate⸗ gorie der Löwinnen anzuweiſen, obſchon ſie ſchon über den Frühling des Lebens hinaus war.

Von dieſer Art war der Grad von Achtung und Be⸗ achtung, in welchem die Baroneſſe Danglars im Jahre des Heils 1837 ſtand.

Es war an einem Septemberabende dieſes Jahres. Die Säle ihres Palaſtes waren glänzend erleuchtet und füllten ſich allmälig mit den Perſonen, welche die Partieen der Ba⸗ roneſſe in der Regel zu beſuchen pflegten. Die Baroneſſe ſelbſt ſchwebte von Ort zu Ort, plauderte mit Witz und Feuer und empfing die Komplimente eines zahlreichen Schwarmes von Cavalieren, welche ihr folgten oder ſie auf den verſchiedenen Punkten erwarteten, wo ſie vorbeikommen mußte.

Mein Gott, welche ſchwermüthige Miene, Herr Beau⸗ champ, ſagte ſie zu einem Cavalier, deſſen ernſte Phi⸗ ſiognomie einen bekümmerten Ausdruck zeigte, der ohne Zweifel darauf berechnet war, guf das Vorhandenſein ei⸗ nes geheimen Unglücks ſchließen zu laſſen.Man ſollte meinen, Sie hätten den Entſchluß gefaßt, einen verzwei⸗ felten Schritt zu thun, weil Sie, wie man mir gefagt hat, in vergangener Woche bedeutend verloren haben.

Nein, Frau Baronin, nein, da ſind Sie im Irr⸗