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handeln. Am 12. Juni begleitete Conſcience Mariette zu ihrem Milchverkaufe; Beide mußten ſich auf der Mairie von Villers Cotterets, als dem Hauptorte ihres Cantons, einſchreiben laſſen.
Gott bewilligte ihnen in ihrem Unglück wenigſtens den Troſt, mit einander unglücklich zu ſein.
Die Sympathie, die ihnen zu Theil wurde, war auch groß; man wetteiferte, ſie zu beklagen, den Vater Cadet zu beklagen, den Stein auf den Vetter Maniquet zu werfen.
Doch die Theilnahme ging nicht ſo weit, daß man den jungen Leuten die zwölf bis fünfzehnhundert Franken
anbot, deren ſie bedurften, um ſich aus der Verlegenheit zu ziehen.
Es geſchah ſogar, daß gegen neun Uhr Morgens, als Conſciente und Mariette vor der Thüre der Mairie warteten, welche erſt um zehn Uhr geöffnet wurde, eine wichtige Nachricht dieſe Theilnahme von ihnen ablenkte und die Sympathie der Einwohuer von Villers⸗Cotterets in Neugierde verwandelte.
Der Poſtbote hatte die Zeitungen ausgetheilt, und im officiellen Theil las man den Satz:
„11. Juni. Seine Majeſtät der Kaiſer wird mor⸗ gen früh um neun Uhr von Paris abgehen, um ſich zur Armee zu begeben; er wird über Soiſſons, Laon und Meézières reiſen.“
Verfolgte er dieſen Weg, ſo mußte er natürlich durch Villers⸗Cotterets kommen.
Reiſte er am 12. Morgens um neun Uhr ab, ſo würde er um Mittag durch Villers⸗Cotterets paſſiren.
Kam Napolevn um Mittag durch Villers⸗Cotterets, ſo war dieſes Ereigniß, wie man zugeſtehen wird, wich⸗ tig genug, um das Unglück von Vater Cadet und die Theilnahme vergeſſen zu machen, welche Conſcience und Mariette einflößten, die unter ſo traurigen Auſpicien zur Ehe ſchritten.


