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und habe alle Tage die Milch in der Stadt zu ver⸗ kaufen.
Der Nachbar Mathien wußte, wenn er Mariette mit dieſem Verkaufe beauftrage, werde die Milch bis auf den letzten Tropfen verkauft. Mariette würde hundert und fünfzig Franken jährlich verdienen und, wie Con⸗ ſcience, ihre Koſt haben.
Dieſes doppelte Verſprechen bot eine große Sicher⸗ heit für die Zukunft. Als Conſcience, nachdem er ſie er⸗ langt hatte, in das Häuschen zurückkam, theilte er die Sache der übrigen Familie als einen Troſt mit. Mit Wohnung und Koſt bei Nachbar Mathien verſehen, konnten Conſcience und Mariette zweihundert und fünf⸗ zig Franken für ſich behalten und in die gemeinſchaftliche Kaſſe der zwei Häuschen vierhundert Franken, das heißt eine hinreichende Summe, um ihre Bewohner zu er⸗ nähren, ſpenden.
Aber ſtatt den Vater Cadet zu tröſten, ſchien dieſe Nachricht ſeine Traurigkeit zu verdoppeln.
„Sh!“ murmelte er,„das Feld der Andern beſtel⸗ len, wenn man ein eigenes gehabt hat. das iſt ſehr hart!“
Da dies aber am Ende das einzige Hülfsmittel war, welches der armen Familie nach dem Verkaufe des Fel⸗ des blieb, ſo mußte es Vater Cadet wohl gut heißen, ſo mangelhaft es ihm dünkte.
Conſcience aber ſah einen Vortheil hierin, den, daß es natürlich ſeine Heirath mit Mariette beſchlennigte. Es war in der That beinahe unmöglich, daß Mariette und Conſcience ihre Familien verließen, um im Hofe des Nachbars zu wohnen, ohne verheirathet zu ſein.
Es wurde alſo beſchloſſen, das Anerbieten des Nach⸗ bars anzunehmen und das Aufgebot von Conſcience und Maoriette zu beſtellen.
Als dieſer Entſchluß gefaßt war, wollten die jungen Leute, beſonders in Betreff des Letzteren, ohne Verzug


