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„Bernhard irrt ſich nicht, Mariette,“ ſprach er,„Bern⸗ hard hat mir etwas zu ſagen.“
Dann näherte er ſich Bernhard und fragte ihn halb ſprechend, halb brummend:„Nun! mein armer Bernhard, was gibt es denn?“
Bernhard heulte ſanft, ohne daß etwas Trauriges in ſeinem Geheule lag, und hob die Tatze gegen den Wald auf.
„Ja, mein guter Bernhard, ja,“ ſagte Conſeienee, „ja, du haſt Recht, du biſt ein Thier, und dein Inſtinet täuſcht dich nicht.“
„Nun?“ fragte Mariette, welche wieder zu ihrem Freunde getreten war,„was ſagt Bernhard?“
„Bernhard ſagt, auf der Straße kommen wahrſchein⸗ lich unſere zwei Mütter, ſo daß wir ſie verfehlt hätten, wenn wir auf dem Fußpfade gegangen wären.“
„Du glaubſt?“ verſetzte Mariette, welche immer über Conſeienee's Auslegungen der Geberden und Handlungen von Bernhard erſtaunte.
„Ei! fieh doch,“ rief er.
Und er ſtreckte die Hand gegen den Wald aus, aus deſſen Saume ein Greis, auf einem Eſel reitend, und zwei Frauen, ſchwarz gekleidet wie zwei Witwen, was ſie auch waren, und ſich am Arme führend, hervorkamen.
Ein Kind ließ ſich an der Hand von einer dieſer Frauen ſchleppen, wie dies die Gewohnheit der Kinder iſt⸗
Dieſer Greis und dieſer Eſel waren Vater Cadet und Pierrot.
Die zwei Frauen waren Madeleine und Marie.
Dieſes Kind war Pierre.
Dieſe zwei Gruppen trafen bald zuſammen und ver⸗ ſchmolzen in eine einzige.
Die arme Familie hatte es nicht über ſich gewinnen können, ſo fern die Entſcheidung des Looſes abzuwarten; ſodann brachte Vater Cadet, der zwei Jahre vorher gegen Hypothek ſein Gut mit drei neuen Morgen arrondirt hatte,


