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„Oh! Herr Doetor,“ ſagte Conſeience,„nehmen Sie mir dieſe abſcheuliche Brille ab, ſie macht mich blind.“
„Du ſiehſt alſo nichts dadurch?“
„Ich bin in einem Nobel.“
„Verſuche es: was für einen Gegenſtand breite ich vor Dir aus?“
„Mir ſcheint, es iſt ein Tiſchteppich.“
„Welche Farbe hat er?“
„Mir ſcheint, er iſt grau.“
„So iſt es,“ ſagte der Doctor,„in der Finſterniß erſcheint das Dunkelroth grau; ahl! es iſt unmöglich, ihn für einen Kurzſichtigen auszugeben.“
Und er nahm Conſcience die Brille von den Augen.
„In der That,“ ſprach Conſcience,„der Teppich iſt roth, ich täuſchte mich.“
„Nein, mein Freund, Du haſt Dich nicht getäuſcht, die Natur täuſcht ſich; nur war einer Deiner Sinne vurch die Dazwiſchenkunft der Kunſt verſchleiert. Ahl Conſcience, empfiehl Deine Sache der Gnade Gottes, denn nun kann Dich nur ein Glücksfall retten.“
„Ich danke, Herr Lecoſſe,“ ſagte Conſcience ſeufzendz „ich vermuthete es wohl; doch um Mariette gefällig zu ſein, wollte ich Sie, wie ſie es wünſchte, um Rath fragen.“
„Geh, mein Kind, geh, denn zu meinem Bedauern vermag ich nichts für Dich.“
„Ich bin Ihnen varum nicht minder dankbar,“ fügte Conſcience mit ſeiner ſanften Stimme bei.
Der Doctor zuckte traurig die Achſeln und ſchaute dem jungen Menſchen ebenfalls ſeufzend nach.
Conſcience nahm Mariette wieder bei der Hand und ſetzte mit ihr die Runde ihrer Beſuche fort.
Nachdem er noch in zwei Häuſer eingetreten war, kam er zum Forſtinſpector, der ſo eben ſeine Waldaufſeher gemuſtert, weil er beauftragt worden war, ſie auf den Kriegsfuß zu ſetzen.
Sein Sohn, für den er ſchon zwei Einſteher bezahlt
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