Teil eines Werkes 
1.-2. Bdchn (1852)
Entstehung
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Ja, mein Freund, ja, mein Freund. Dann ent⸗ fernte er ſich voll Mitleid und murmelte die Worte: Armer Einfältiger!

Du ſprichſt alſo nie hievon?

Doch, Herr Doctor.

Mit wem?

Mit den Dingen, die davon ſprechen, mit der Nacht, mit den Winden, mit dem Bach, mit den Blumen.

Wenn man Dich alſo beim Reviſionsrathe über Deine Geiſtesſchwäche fragte, ſo würdeſt Du ſo ant⸗ worten?

Gewiß, Herr Doctor.

Du könnteſt nicht antworten, Du könnteſt nicht ein⸗ fach ſagen: ich weiß nicht, oder ich begreife nicht?

Doch, Herr Doetor, wenn ich nicht wüßte oder nicht begriffe.

Aber wenn Du wüßteſt, wenn Du begriffeſt?

Das hieße lügen, Herr Doctor.

Du würdeſt nicht lügen, um nicht Soldat zu werden? 5

Nein, mein Herr.

Selbſt wenn Deine Mutter, wenn Mariette Dich darum bitten würden?

Oh! ſie würden mich nicht darum bitten; wenn ich löge, wäre ich nicht mehr ein Geiſtesarmer, ein Einfäl⸗ tiger, wie Sie ſagen, ich würde es machen wie die Menſchen, und nicht mehr, wie es die Thiere machen.

Er ſchüttelte den Kopf.

Ohl nein, fuhr er fort,wenn Mariette, wenn meine Mutter mich darum bäten, ich würde nicht lügen.

Bei Gott! rief der Doctor,das iſt ein ſeltſamer Blödſinniger; das iſt mir noch nie vorgekommen.

Von großem Mitleiden für das arme Kind ergriffen, ſprach er dann:

Laß Deinen Korper ſehen, da nichts von der Seele zu hoffen iſt.

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