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ganzem Herzen, Jean liebte den kleinen Pierre, als der kleine Pierre ebenfalls auf die Welt kam, doch das übrige Dorf ſchien Jean, ich ſage nicht fremd, ſondern unbe⸗ kannt zu ſein.
Jean liebte die Thiere und die Thiere liebten Jean. Was war denn an dieſem Kinde, daß alle Thiere es liebten und ihm folgten? Der halsſtarrige Pierrot, der ſich vft hartnäckig gegen Vater Cadet weigerte, über einen Bach zu ſetzen oder einen Graben zu durchſchreiten, Pierrot wurde, ſobald ihn Jean am Zaume führte oder auf ſeinem Rücken ritt, ſo lenkſam wie ein Lamm, ſo gehorſam wie ein Hund.
Langſam, der zuweilen ſeinen Namen durch ein wenig Trägheit verdiente, roch das Kind von Weitem und blökte bei ſeiner Annäherung. Der Knabe trat allerdings nie in den Stall ein, ohne Alles zu bringen, was ſeine kleinen Arme an friſchem Graſe und zarten Blumen enthalten konnten, und Langſam blökte dann ſo wollüſtig, daß man hätte glauben ſollen, Jean befitze ein Geheimniß, um die Blumen und Kräuter zu wählen, welche Langſam am
meiſten liebte.
Die ſchwarze Kuh lieferte Frau Mariette einen doppelten Ertrag: alle Jahre verkaufte ſie ein Kalb, alle Tage verkaufte ſie ihre Milch, und durch die Sorge von Jean, der Mariette die ſchmackhafteſten Kräuter aus⸗ wählen gelehrt hatte, war die Milch der ſchwarzen Kuh berühmt in der Gegend. Doch es geſchah oft, daß, wenn man vas Kalh verkauft hatte, die arme betrübte Mutter ihre Milch denjenigen verweigerte, welche, um ſie ganz fär ſfich zu haben, ihr das Kind genommen hatten; da trat Jean in den Stall ein, er nahm das gefleckte Maul der Kuh, hob es bis zu ſeinem Geſichte empor, heftete ſeine Augen auf die Augen des widerſpänſtigen Thieres und ſprach mit ihm, in welcher Sprache? Gott weiß es: da blökte die Kuh zwei oder dreimal traurig; Jean rief Frau Marie, er hielt ſeine Hand fortwährend


