Teil eines Werkes 
1.-2. Bdchn (1852)
Entstehung
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31 die ihn oft den Kopf ſchüttelnd, zuweilen weinend anſchaute,

dioſe Erſcheinung zuſchrieb.

Als Guillaume Frankreich durchziehend, nachdem er vierzehn Tage bei Madeleine gebliehen war, dieſe verlaſſen hatte, um ſeinem Regimente nachzufolgen, herrſchte eine große Traurigkeit im Herzen der armen Frau, als hätte ſie ahnen koͤnnen, ſie habe ihren Gatten zum letzten Male geſehen, und Guillaume verlaſſe ſie auf immer. Die Trau⸗ rigkeit in den reinen Herzen iſt die Schweſter der Reli⸗ gion. Stets fromm, verdoppelte Madeleine ihre Froͤmmig⸗ keit, und ſie widmete dem Gebete und verbrachte in der Kirche alle Augenblicke, die ihr die Arbeit ließ.

Es war aber ein großes Gemälde in der Kirche, welches dieſer ein in der Gegend wohnender reicher Abt, den man den Abt Conſeil nannte, geſchenkt hatte. Dieſes Gemälde ſtellte Jeſus unter kleinen Kindern, das heißt eine der rührendſten Parabeln des Evangeliums vor.

Alle dieſe kleinen Kinder drängten ſich hinzu, um die Kniee von Chriſtus zu umfangen und ſeine Hände zu küſſen. Ein einziges hlieb zurück und ſpielte mit einem großen Hunde.

Dieſes ſtellte eine Parabel vor, welche nicht minder rührend als die erſte.

Chriſtus ſtreckte die Hände zärtlicher gegen dieſen klei⸗ nen Knaben aus als gegen die andern. Er ſchien dem Kleinen durch einen Wink zu bedeuten, er möge ſich ihm nähern wie die Andern; doch eine eiferſüchtige Mutter ſprach zu ihm:

Laßt ihn, Herr, das iſt ein Einfältiger, ein Un⸗ ſchuldiger, ein Geiſtesarmer.

Und Jeſus antwortete:

Selig ſind die Geiſtesarmen, denn ihnen gehört das Himmelreich.

Dieſer allein mit einem Hunde ſpielende Knabe, dieſer Einfältige, dieſer Unſchuldige, dieſer Geiſtesarme, den eine eiferſüchtige Frau von der von Jeſus gepredigten