Teil eines Werkes 
1.-2. Bdchn (1852)
Entstehung
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dies war, als der Convent während des erſchrecklichen Elends von 1795, am 23. Brumaire des Jahres III, auf den Bericht von Lakanal, vier und fünfzig Millionen für den Primärunterricht votirte. Doch ſie dauerte nicht lange, die ſtrenge, blutige Matronedas Directorium folgte ihr nach, und was lag dem Directorium daran, daß die Schulmeiſter Hunger hatten, und daß diejenigen, welche das Volk am wenigſten bezahlt, gerade die Menſchen ſind, die daſſelbe unterrichten, das heißt diejenigen, welche am meiſten für ſeine Intelligenz und für ſeine Freiheit thun.

Frau Marie wurde alſo die zweite Mutter des kleinen Jean.

Jean wuchs halb auf ihrem Schooße, halb auf dem ſeiner Mutter heran; andererſeits liebte Madeleine Ma⸗ riette wie ihre Tochter; oft, wenn Frau Marie Jean in ihren Armen trug, trug Madeleine Mariette in den ih⸗ rigen; zuweilen trug die Eine oder die Andere Beide; es fand ein Austauſch von Liebe zwiſchen den zwei Frauen ſtatt, ohne daß je die Eine oder die Andere berechnete, welche etwas voraus halte oder im Rückſtund war bei der gegenſeitigen Rechnung.

Die kleine Mariette wuchs wie eine Blüthe des Feldes, wie ein Veilchen im Graſe, wie eine Kornblume im Getreide, wie ein Tauſendſchönchen auf der Wieſe.

Doch Jean und ſie wuchſen nicht auf dieſelbe Art heran, doch Jean ſprach nicht wie Mariette, doch Jean ſchien nicht dasſelbe Leben wie Mariette zu leben; Jean lebte ein inneres, ſeltſames, heinahe vegetatives Lebenz Jean war kein Kind von dieſer Welt, denn was die an⸗ dern Kinder ergötzte, beluſtigte, erfreute, ergötzte, beluſtigte, erfreute ihn nicht.

Man höre, welchem Umſtande ſeine arme Mutter,

* Es iſt hier zu bemerken, daß der Convent in Frank⸗ in ein Femininum war, indem er la Cynvention ieß.

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