Teil eines Werkes 
1.-2. Bdchn (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

24

haben werdet. Zieht Eure ſchönſten Klelder an und athmet zwiſchen Euren beiden Arbeiten

Und auf die Stimme der Glocke, während Madeleine mit ihrem Gebethuche in der Hand in die Kirche ging, wo ihr Sohn Meſſe diente, zog Vater Cadet wirklich ſeinen ſchönen Rock, ſeinen braunen Rock, ſeinen Hochzeit⸗ rock an; er bekleidete ſich mit ſ

mit ſeinen ſchinirten baumwollenen Strümpfen im Sommer, mit ſeinen grauen wollenen Strü

athmete er ein wenig Luft auf ſeiner Schwelle ein, un⸗ ruhig und unentſchloſſen in Betreff deſſen, was er thun ſollte. Viele gingen vorüber und ſagten:

Vater Cadet, kommt mit, wir wollen Kegel ſchie⸗

laßt uns eine Partie Kugelſpiel ma⸗ chen! Vater Cadet, wollen wir ein Glas trinken 2 Doch hei allen dieſen Vorſchlägen, von denen die einen immer verführeriſcher als die

andern, ſchüttelte Vater Cadet den Kopf und erwiederte:

Ich habe keine Zeit.

Und warum haite Vater Cadet keine Zeit?

am Sonntag, am Ruhetag, mußte er einen

kleinen Spaziergang machen.

Nur einen Spaziergang.

Einen kleinen Beſuch.

Seiner Geliebten, ſeinem Gute.

Es iſt wahr, an dieſem Tag ging er nicht ganz ge⸗ rade wie an den andern

Tagen dahin; zuweilen wählte er ein Gäßchen, das ſeinen Weg um zweihundert Schritte verlängerte, zuweilen gin

g er ſogar durch das entgegen⸗ geſetzte Ende aus dem Dorfe und machte die Runde. Das war eine Viertelftunde Weges mehr.

Doch das wahre Ziel des Spazierganges war ſtets das Gut; der arme Vater Cadet mochte immerhin ſagen: Oh! bei meiner Treue, ich werde heute nicht auf's Gut gehen, ich gehe, Gott ſei Dank, alle Tage dahin. Ja,

einer kurzen Hoſe von Reps,

.