Teil eines Werkes 
1.-2. Bdchn (1852)
Entstehung
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fraß gerade nach Herzensluſt einen Bund friſches Gras, das man in die Raufe geworfen hatte.

Vater Cadet kratzte ſich hinter dem Ohr und kehrte in ſein Haus zurück. Er fand hier den Nachbar Mathieu, der durch eine Thüre eingetreten war, während er zur andern hinausging.

Der Nachbar Mathieu erwartete ihn und grüßte ihn mit einer duckmäuſeriſchen Miene.

Sprecht, fragte Vater Cadet,Ihr habt mir Pier⸗ rot gebracht?Ei allerdings! antwortete Mathieu. Ich hatte ihn nicht von Euch verlangt, Nachbar. Nein, das iſt wahr; ich habe Euch aber den Stall bauen ſehen, und da ſagte ich zu mir; Es ſcheint, Vater Cadet will entſchieden Pierrot kaufen, und da ich geſtern einen zweiten Ochſen gekauft hatte und keinen Platz für drei Thiere im Stalle beſaß, ſo ſagte ich ferner zu mir: Dies iſt der Augenblick, um Pierrot anzubringen. Da führte ich ihn in Euren Stall.Immer um den⸗ ſelben Preis? fragte Vater Cadet mit Bangigkeit. Oh! ein ehrlicher Mann hat nur ſein Wort. Ihr habt mir ſechzig Franken zu bezahlen, zwanzig Franken am nächſten Tage Martini und ſo fort.

Vater Cadet überlegte einen Augenblick: es war leicht zu ſehen, daß er einen großen Gedanken in ſeinem Kopfe hin und her drehte.

Nach einigen Secunden faßte er ſeinen Entſchluß und

rach: 6Ei! wenn man baar bezahlte, würdet Ihr nicht ein wenig nachlaſſen?Ah! verſetzte der Nachbar Mathieu,Ihr Spaßmacher, ich wußte wohl, daß Ihr einen Schatz habt.Darum handelt es ſich nicht, man richtet eine Frage an Euch, und es handelt ſich da⸗ rum, daß Ihr antwortet. Würdet Ihr einen Nachlaß gewäh⸗ ren oder keinen gewähren?Allerdings, man würde ſechs Franken nachlaſſen und eine Flaſche bezahlen. Ein Nachlaß von zehn Franken und keine Flaſche wäre