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will der Rabe mit dem ſchwermüthigen Geſchrei, der drei Jahrhunderte, das heißt vier Menſchenalter lebt, nicht von der Vergangenheit ſprechen, welche ſo traurig und düſter, als ſein Geſieder? Die Schwalbe, welche vom Süden kommt, hat ſie uns nichts über die großen Wüſten mitzutheilen, in die der Fuß des Menſchen nicht dringen kann, während ſie ihr Flug darüber hingetragen hat? Der Adler, der in der Sonne lieſt, die Nachteule, die in der Finſterniß ſieht, wiſſen ſie nicht beſſer als wir, was vorgeht, der eine in der Welt des Tages, die andere in der Welt der Nacht? Könnte endlich der große Stier, welcher unter der Eiche wiederkaut, ſo lange Träumereien haben und ſolche Klagetöne von ſich geben, wenn ihm nicht ein Gedanke durch den Kopf ginge, wenn er ſich nicht bei Gott vielleicht über den Undank des Menſchen, ſeines höheren Bruders, der ihn mißkennt, beſchweren würde?
Die Blüthe des Menſchengeſchlechts, das Kind, iſt nicht ſo ungerecht als der Menſch; es ſpricht mit den Thieren wie mit Freunden und Brüdern, und dieſe ant⸗ worten ihm in ihrer Dankbarkeit. Sehen Sie einmal ein junges Thier und ein kleines Kind beiſammen, hören Sie die unartikulirten Töne, die ſie unter ihren Spielen und ihren Liebkoſungen austauſchen, und Sie werden verſucht ſein, zu glauben, das Thier bemühe ſich, die Sprache des Kindes zu ſprechen, und das Kind die des Thieres: was aber auch die Sprache ſein mag, die ſie ſprechen, ſie verſtehen ſich ſicherlich, ſie wechſeln Urgedanken, welche vielleicht mehr Wahrheiten ſagen, als Plato und Boſſuet je geſagt haben.
Und nun wollen wir zu den zwei Hütten zurückkeh⸗ ren und es verſuchen, unſern Leſer mit den guten Bauern, von denen ſie bewohnt werden, bekannt zu machen.


