menſchlichen Familie vertrieben, nimmt die Familie auf. Eine unſchuldige Hirſchkuh des Waldes rettet die unſchul⸗ dige Mutter und das unſchuldige Kind. Die Hülfe kommt vom Niedrigen, die Rettung kommt vom Kleinen.
Erinnern Sie ſich jenes Manuſeripts von St. Gallen, welches uns lehrt, wie man die Bienen zurückrufen muß, und ſagen Sie mir, ob je eine ſanftere und rührendere Bitte an ein verſtändiges Geſchoͤpf gerichtet worden iſt, als die an die Königin des kleinen geflügelten Reiches gerichtete Bitte:„Ich beſchwöre dich, o Mutter der Bienen! bei Gott dem Koͤnig des Himmels und dem Erlöſer der Erde, beim Sohne Gottes, weder weit, noch hoch zu fliegen und ſo ſchnell als möglich zu deinem Baume zurückzukehren; hier wirſt du dich mit deinen Kin⸗ dern und deinen Gefährten in Gemeinſchaft niederlaſſen, und ihr werdet ein von mir bereitetes gutes Gefäß fin⸗ den, wo ihr dann im Namen des Herrn arbeitet.“
Der Bauer denkt nicht wie Ihr Leute aus den Städten. Die Thiere nehmen unmittelbar ihren Platz in der länd⸗ lichen Familie nach dem Letztgeborenen der Familie ein, wie ſich in den adeligen ſächſiſchen Häuſern die kleinen Verwandten an das untere Ende des Tiſches ſetzen; in Bre⸗ tannien haben ſie auch ihren Antheil an der Freude und der Traurigkeit der Familien; bei freudigen Veranlaſſungen bekränzt man ſie, bei traurigen Vorfällen hüllt man ſie in Schwarz. Warum ſollte man ſie von der Trauer oder der Freude zurückſtoßen, dieſe Pferde von Achilles, welche den Tod ihres Herren beweinen, und dieſen Hund von nyſe welcher verſcheidet, da er ſeinen Herrn ſterben 6 Betrachten Sie doch die verſtändige Miene der Einen, das ſanfte, träumeriſche Ausſehen der Andern; begreifen Sie nicht, daß ein großes Geheimniß zwiſchen ihnen und dem Herrn obwaltet, ein Geheimniß, welches das Alter⸗ thum vielleicht unvollkommen an dem Tage durchſchaute, wo Homer die Fabel von Cirece ſchrieb. In der That,


