von der Sanet⸗Bernhards⸗Race, durch einen Eſel und einen Ochſen.
Dieſe Familie bewohnte das auf der linken Seite des Weges ſtehende Haus.
Die andere, von gleicher Anzahl, was die Perſonen betrifft, aber weniger zahlreich an Thieren, beſtand aus einer Mutter, ihrer Tochter und ihrem Sohne. Die Mut⸗ ter war ſechsunddreißig Jahre alt, die Tochter ſechzehn, der Knabe fünf.
Eine einſame Kuh, welche ſich in einem Stalle vor einer ſtets mit friſchem Graſe gefüllten Raufe befand, antwortete blökend, mit vorgeſtrecktem Halſe und rauchen⸗ den Naſenlöchern, dem Ochſen, ihrem Nachbarn, ſo oft es dieſem gefiel, ſich durch ſein Gebrüll nach ihr zu er⸗ kundigen.
Der Leſer, beſonders wenn er ein Städter iſt, wenn er nicht das ſanfte patriarchaliſche Landleben gelebt hat, wird ſich vielleicht wundern, daß er mich unter die Zahl der Mitglieder einer chriſtlichen Familie einen Hund, einen Eſel, einen Ochſen und eine Kuh ſetzen ſieht.
Doch ich ſage ihm: Freund, Sie ſind zu ſtreng ge⸗ gen die Niedrigen der Schopfung; ich weiß wohl, daß der Segen der Kirche ſie nicht berührt; ich weiß wohl, daß ſie nicht Theil am Heile haben, daß ſie außer dem chriſtlichen Geſetze bleiben wie Heiden und wie Unreinez daß der Gott⸗Menſch, der für die Menſchen geſtorben iſt, nicht für ſie geſtorben iſt; daß die Kirche, die ihnen keine Seele zuerkennt, ihnen ihre Schwelle zu überſchreiten, um den allgemeinen Segen zu empfangen, nur am Jahres⸗ tage der heiligen Weihnacht geſtattet, wo unſer Herr, der Typus aller Demuth, in einer Krippe zwiſchen einem Eſel und einem Ochſen geboren werden wollte. Erinnern Sie ſich aber des Orients, der den Glauben angenommen hat, das Thier ſei eine eingeſchlafene oder bezauberte Seele; erinnern Sie ſich Indiens, dieſer majeſtätiſchen, ernſten Mutter unſeres ſtreitſüchtigen Occidentes, es wird Ihnen
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