Teil eines Werkes 
15.-17. Bdchn (1851)
Entstehung
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ſtorben. Sei glücklich, er wird Dir von da oben dafür danken.

In dem Augenblick, wo es Friedrike vorkam, als

hörte ihre Seele dieſe Worte von einer unbekannten Stimme flüſtern, machte das Kniſtern zertretenen Graſes hinter ihr, daß ſie unwillkürlich den Kopf umwandte.

Sie gewahrte Lothario.

Beim Anblick von demjenigen, von welchem ſie ſchon ſo lange getrennt war, fühlte ſie ſich einer Ohnmacht nahe, und ſie bat ihren todten Vater um Verzeihung, daß ſie ſo freudig war.

Chriſtiane hatte Lothario auch geſehen. Sie ließ ihm Zeit, niederzuknieen und zu beten.

Dann ſtand ſie auf und ſprach:

Kommt, Kinder. 3

Alle Drei verließen den ne ein Wort zu ſagen.

Als ſie aber auf dem ʒuyfch⸗ waren, der zum Schloſſe führte, ſprach die Mutter: 3 Umarmen wir uns alle Drei. Und lieben wir uns innig, denn derjenige, welcher uns am meiſten liebte, iſt hingegangen.

Sie ſind gut, meine Mutter, rief Friedrike, denn ſie begriff, Chriſtiane habe geſagt:Umatmen wir uns alle Drei, damit ſie das Recht hätten, ſ6 alle Zwei zu umarmen. 3

Ein keuſches, reines Umfangen, wobei die Mut die Liebenden heiligte.

Sie kamen mit einander nach dem Schloſſezurüch, und das war ein guter Abend nach ſo vielen ie Wochen.

Lothario hatte in Amerika einen Brief von ſeitz em Oheim erhalten, der ihn in aller Eile zurückrief. Er wer ſo ſchnell, als es nur immer moöglich, hetheiseti und hatte in Paris einen Brief von Chriſtiane gefunden, 3