Teil eines Werkes 
15.-17. Bdchn (1851)
Entstehung
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wegen das entſetzliche Duell ſtattfinden ſollte. Sie war es, die es machte, ſie war es nicht, die es verhindern konnte.

Dann hatte Lothario Niemand mehr. Ob er noch Jemand hatte.

Olhympia!

Ja, in der That, warum hatte er nicht früher daran gedacht! Olympia hatte ſich von ihm das Verſprechen geben laſſen, wenn er je irgend eine Gefahr laufe, ſo werde er ſie ſogleich davon benachrichtigen!

Hatte ſie ihm nicht geſagt, ſie vermöge Alles über den Grafen von Eberbach, und wenn er ſie nur zu rech⸗ ter Zeit in Kenntniß ſetze, ſo werde ſie ihn vor jeder Ka⸗ taſtrophe bewahrendie ihm durch den Willen ſeines Oheims hereitet werden könnte.

Sie täuſchte ſich vielleicht, ſie übertrieb vielleicht den Einfluß, den ſie auf das Herz des Grafen hatte. Aber Lothario war nicht in der Lage, den Schwierigen zu ma⸗ chen mit ſeinen Chancen und Jemand zu verachten.

Olympia hatte überdies mit einem ſo innigen und deſſen, was ſie ſagte, ſo ſichern Tone mit ihm geſprochen, daß er ihr im Augenblick geglaubt; um ſo viel mehr glaubte er ihr jetzt, da ſeine Hoffnung nur auf ihr beruhte.

Er hielt alſo ſeinen Kutſcher an und hieß ihn nach dem Quai Saint⸗Paul fahren.

Es war nach ein Uhr, als er ſich bei der Sängerin melden ließ.

Olympia, als ſie ihn eintreten ſah, war betroffen vom Ausdruck ſeiner Phyſiognomie. W haben Sie denn? fragte ſie, ihm entgegen⸗ eilend. Sie haben von mir verlangt, daß ich jedes Zu⸗ trauen zu Ihnen haben ſoll

Nun? unterbrach ſie ihn.

Es iſt mir ein großes Unglück widerfahren.

Geſchwinde! was iſt es? rief ſie erbleichend.