Teil eines Werkes 
5.-10. Bdchn (1851)
Entstehung
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378 Nach einigen Minuten kam er wieder.

der Diener,aber die Perſon, die ich ſchon gemeldet...

Ich habe Ihnen geſagt, ich ſei nicht zu Hauſe.

Ich habe das geantwortet, Excellenz. Aber dieſe Perſon bleibt beharrlich und ſchwört, ſie müſſe Ihnen Dinge von der größten Wichtigkeit mittheilen, und ſie habe Ihnen nur ein Wort zu ſagen, doch Ihr Leben hänge von dieſem Worte ab.

Bah! verſetzte Julius die Achſeln zuckend.Ein Vorwand, um durch die Thüre zu kommen.

Ich glaube nicht, entgegnete der Kammerdiener. Das Mädchen ſieht ſo bewegt aus, daß es aufrichtig ſein muß.

Es iſt ein Mädchen? fragte Julius.

Ja, gnädiger Herr, ein ganz junges Mäbchen, ſo viel man durch den Schleier beurtheilen kann. Eine Deutſche. Sie hat ihre Haushälterin bei ſich, die auch eine Deutſche iſt.

Was liegt mir daran? erwiederte Julius.Sagen Sie dem Mädchen, ich ſei in dieſem Augenblick biſchůſiht und könne es nicht empfangen.

Der Diener ging abl. Doch Julius wurde plötzlich anderen Sinnes, wie die flatterhaften Weſen, welche an nichts feſt halten, und rief ihn zurück.

Im Ganzen, wenn ſie mir nur ein Wort zu ſagen hat, mag ſie eintreten. Es iſt ein Weib, und es iſt eine Landsmännin. Das find zwei Titel, daß ſie keinen un⸗ nützen Schritt gemacht haben ſoll.

Der Bediente ging hinaus, erſchien bald wieder und führte ein verſchleiertes und ganz zitterndes Mädchen ein.

Die Frau, welche das Mädchen begleitete, war im Saale nebenan geblieben.

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Ich bitte Euere Excellenz um Verzeihung, ſagte