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Pereinzelung.
Julius fand, wie alle durch eine Eriſtenz der Arbeit oder des Vergnügens abgenutzte Menſchen, ein wenig Thätigkeit und Aufregung am Abend oder in der Nacht, nachdem er ſich lange im Strome des Lebens erholt hatte. Am Morgen, nach einem unruhigen, bewegten Schlaf, fand er ſich wieder müde, niedergeſchlagen, gebrochen.
So erwachte er am andern Morgen nach der Vor⸗ ſtellung der Stummen und der Sitzung der Venta. Er drehte ſich zwanzigmal in ſeinem Bette um und verſuchte es, entkräftet, gelangweilt, ohne Entſchloſſenheit und Energie, wieder einzuſchlafen.
Der Tag, der durch die zuſammengezogenen Vor⸗ hänge eindrang, erregte Ekel bei ihm, und er machte eine Bewegung übler Laune und der Gereiztheit, als er fühlte, er müſſe ſich entſchließen, wieder zu leben.
Es ſtand auf einem Tiſche neben ſeinem Bett ein Kryſtallfläſchchen. Er nahm drei bis vier Phosphorkügel⸗ chen daraus, die er verſchluckte, um ſich wieder zu beleben, ein tödtliches Stärkungsmittel, in dieſer Doſe genommen.
Samuel hatte ihm dieſe Kügelchen auf ſeine Bitte bereitet, ihm dabei aber empfohlen, immer zugleich nur eines zu nehmen und zwar in langen Zwiſchenräumen.
Aber Julius, der ſich wenig um das Leben bekümmerte, nahm beinahe alle Tage und kam am Ende ſo weit, daß er die Dofis verdoppelte, verdreifachte, damit der Phos⸗ phor ſeine Wirkung behielte.
Als die phyſiſche Kraft wieder erregt war, erregte ſie auch die moraliſche. Einen Augenblick, nachdem er die Kügelchen genommen, fühlte ſich der Graf von Eber⸗ bach beinahe lebendig.
Gott lenkt. U. 24


