Teil eines Werkes 
5.-10. Bdchn (1851)
Entstehung
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Wenn Sie das in Beziehung auf mich ſagen, ſo verſichere ich Sie, daß Sie ſich in mir täuſchen, entgeg⸗ nete der Unbekannte.Ich begehre nicht nur nichts, ſon⸗ dern ich würde nichts annehmen.

Ceremonien! fuhr Samuel in ſeiner ſpöttiſchen Ungläubigkeit beharrend fort.Dann wird man Sie in⸗ ſtändig bitten, auf die Stellen zu verzichten, um welche die Anderen auf den Knieen ſollicitiren werden. Entſchul⸗ digen Sie, wenn ich Ihre Anſichten nicht durchaus theile, und wenn ich den Ehrgeiz, weit entfernt, ihn zu tadeln, ehre. Liegt es nicht im weſentlichſten Intereſſe der Sache ſelbſt, daß ihre glühendſten Diener die Stellen einnehmen? ſoll man ſie ihren Feinden überlaſſen? Wer wird mehr im Stande ſein, die Freiheit zu behaupten, als diejenigen, welche ſie gegründet haben? Unter dem Vorwande von Verleugnung vpfert man nicht nur ſich ſelbſt allein, ſondern auch die Freiheit! Sie werden Ihre Ergebenheit bewei⸗ ſen, indem Sie einen Theil von der Gewalt nehmen, und ich ſtehe dafür, dieſer Theil wird in guten Händen ſein; denn ich bin überzeugt, man hat einen zarten und gefähr⸗ lichen Auftrag, wie der Ihrige, nur einer nicht allein durch ihren Muth, ſondern auch durch ihr Verdienſt erprobten Schildwache anvertrauen können.

Verdienſt der Discretibn, kein anderes! Ich weiß viele Dinge und kenne viele Menſchen. Sie ſelbſt, Herr Gelb, kenne ich, und zwar nicht von Geſicht allein.

Was wiſſen Sie von mir? fragte Samuel ſtolz.

*Ich weiß, zum Beiſpiel, antwortete ruhig der Un⸗ bekannte,daß Sie zugleich dem franzoſiſchen Carbonaris⸗ mus und dem deutſchen Tugendbund angehören.

Wer hat Ihnen das geſagt? rief Samuel beun⸗ ruhigt.

Iſt das nicht die Wahrheit?

Es iſt möglich, antwortete Samuel.Doch wie find Sie ſo gut über meine perſönlichen Angelegenheiten