Teil eines Werkes 
5.-10. Bdchn (1851)
Entstehung
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ßen Tages der Freiheit auf der Tri⸗ ſſe andererſeits. Ein unterirdiſcher, er weder großes Talent, noch große iel Eifer und Selbſtverleugnung er⸗ dieſes Lvos auch mit Freude angenom⸗ wein demüthiger und beſcheidener, aber treu oldat, der, ich darf es wohl ſagen, vor dem Range bange hat und ſeiner Sache um ihrer ſelbſt Billen dient, bereit, ihr Alles zu geben, was er iſt, ſeine ganze Habe und all ſein Blut. Ich gebe Alles, ohne etwas zu verlangeu, und im Grunde meiner Uneigennützig⸗ keit wird ſich nie die geringſte Bitterkeit finden. Nur ein wenig Traurigkeit iſt darin!

Traurigkeit, worüber? fragte Samuel.

Darüber, daß ich ſehe, es opfern ſich ſo wenige Herzen, und die Mehrzahl, indem ſie für das Land arbeite, arbeite nur für ſich ſelbſt. Beinahe Alle leihen, was ſie geben, und ſtrecken der Freiheit hundert Franken vor, damit ſie ihnen tauſend wiedergebe.

Samuel ſah hierin eine Anſpielung auf ſeine eige⸗ nen Berechnungen. Aergerten ihn nun die Worte ſeines Beſuches, oder wurde er von ſeiner Natur bewogen, nicht an die menſchliche Unneigennützigkeit zu glauben, ſeine Stimme nahm einen ironiſchen Ton an, und er erwiederte:

Es iſt wahr, die meiſten Menſchen machen ſich zum Voraus ihren Theil, und beim großen Feſtſchmauſe der regierenden Gewalt bedienen ſie ſich zuerſt; doch es gibt Andere, welche unter einem Anſcheine von Discretion und Zurückhaltung zuweilen einen gierigeren und gewandteren Appetit verbergen. Es iſt oft eine vortreffliche Taktik, die Schüſſel den Andern zu reichen, welche aus Achtung vor ihren Tiſchgenoſſen es nicht wagen, das gute Stück zu nehmen, und es Ihnen überlaſſen. So, daß Sie den dop⸗ pelten Vortheil der Discretion und des Nutzens haben, und daß Ihnen am Ende mehr bleibt, als Sie anſtändi⸗ ger Weiſe hätten nehmen können.

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