Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1851)
Entstehung
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254 g habe entſchieden Durſt und Schlaf, ſagte ſie

Sie in ihre Hütte zurück, ſchlug Feuer und zündete ihre thönerne Lampe an.

5 Dann oͤffnete ſie ihren Speiſeſchrank und nahm Brod eraus.

Doch ſie nur einen Mund voll. Sie hatte kei⸗ nen Hunger, und dann ſchien ihr das Brod einen ſeltſa⸗ men Geſchmack zu haben, den fie ſchon am vorhergehen⸗ den Tage bemerkt hatte.

Sie hatte geronnene Milch in einer Ecke des Brod⸗ kaſtens aufbewahrt. Sie nahm den Topf und trank gie⸗ rig davon.

Plötzlich unterbrach ſie fich. Sie fand in der Milch einen ſeltſamen Geſchmack. Doch ſie hatte ſo ſehr Durſt, daß ſie nicht inne hielt.

Bah! ſagte ſie,ich bin toll.

Und ſie trank bis auf den letzten Tropfen.

Sie fühlte ſich ein wenig erfriſcht und legte ſich ganz angekleidet auf ihr Bett von Farnkraut.

Doch ſie konnte nicht ſchlafen. Bald war ſie un⸗ ruhiger als zuvor. Weit entfernt, ihren Durſt zu ſtillen, ſchien die Milch, die ſie getrunken, denſelben nur noch mehr erregt zu haben. Sie erſtickte in dieſer engen Stube, ſie hatte Feuer in den Augen, Feuer im Kopfe.

Sie konnte es hier nicht mehr aushalten und ſtand auf, um hinauszugehen.

Als ſie die Thüre erreichte, glitſchte ihr Fuß über Etwas. Sie ſchaute auf den Boden und erblickte einen glänzenden Gegenſtand. Sie bückte ſich und hob eine ganz kleine Phiole von einem Metall auf, das weder Gold, noch Silber und ihr gar nicht bekannt war.

Wer hatte dieſe Phiole hier gelaſſen? Greichen ſeiee ſie wegging, ihre Thüre geſchloſſen, deſſen war

e ſicher Die Phiole war leer;

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aber der Geruch von dem,

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