Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1851)
Entstehung
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Die Fackeln.

Plötzlich entzündeten ſich zwanzig Fackeln.

Trichter nahm eine, ſchwang ſie wüthend, wandte ſich feierlich gegen den Mittelpunkt der Stadt und ſprach dann mit ernſter Stimme folgenden Fluch von einer wahr⸗ haft antiken Lyrik aus:

Du ſeiſt verflucht Stadt! verflucht! verflucht!

Da deine Schneider ſo weit gekommen ſind, daß ſie nicht mehr die Ehre, ihr Tuch die anmuthigen Formen des Leibes der Studenten annehmen zu ſehen, begreifen;

Da es für deine Schuſter nicht mehr genügt, daß 3 unſere Fußbiege auf eine angenehme Weiſe her⸗ vorhebt;

Da die Fleiſcher für ihre Schweine eine andere Beſtimmung träumen, als die, in unſern Adern das eble ſu zu bilden, das uns mit ſo hochherzigen Ideen er⸗ füllte;

Da ſie, ſtatt uns hiefür zu bezahlen, wollen, daß wir ſie bezahlen;

So moͤgen ihre Röcke, ihre Schuhe, ihr Fleiſch ihnen bleiben! Ihr Geiz richte ſie zu Grunde!

Ihr Tuch wird das Leichentuch ihres Vermögens werden. Um die Vorräthe zu verwenden, werden ſie genöthigt ſein, ſelbſt unſer Lederwerk zu verbrauchen, und ihre Frauen werden Stiefel anziehen. Ihre nicht gegeſ⸗ ſenen werden verderben und ihnen die Peſt geben

Weinet, Philiſter, Bürger, Kaufleute aller Art! Fortan für Euch kein Geld und keine Feſte mehr. Ihr werdet nicht mehr das Vergnügen haben, uns munter, in verſchiedene Farben gekleidet, mit heiterem Auge und: Vivallera! ſingend, unter Euern Fenſtern hinziehen zu ſehen! Ihr werdet bei Nacht nicht mehr durch die Kie⸗ ſeiſteine aufgeweckt werden, mit denen wir zu unſerer Beluſtigung Euch die Scheiben einwarfen. Wir werden Eure Töchter nicht mehr küſſen. Weinet, Bürger. Ihr