Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1851)
Entstehung
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Die drei überlebenden Mauern neigten ſich und er⸗ hoben ſich unter dem Hauche des Sturmwindes. Alle Arten von Nachtvögeln ſchwärmten in dieſem offenen Saale umher und empfingen jeden Athemzug des Orkans, jedes Rollen des Donners mit gräßlichen Schreien, unter denen das Geheul des Flußadlers, deſſen Stimme dem Schrei eines Menſchen, den man ermordet, gleicht, beſonders vorherrſchte.

Gut! ſagte Samuel zu Julius,wenn es Dir gefällt, die Nacht hier zuzubringen, mir gefällt es auch. Man iſt hier vortrefflich... beinahe ſo gut als in freier Luft, und man hat überdies den Vortheil, daß der Wind ſich noch wüthender als ſonſtwo verfängt. Wir find, ſtreng genommen, im Trichter des Sturms. Und beim Teufel! die Fledermäuſe und die Raben bieten eine An⸗ nehmlichkeit, die nicht zu verachten iſt. Dieſes Lager ſagt mir zu. Ei! ſieh doch jene Eule, den Vogel des Philoſophen, ſie heftet ihre Glutaugen auf uns; findeſt Du ſie nicht allerliebſt? Abgeſehen davon, daß wir wer⸗ den ſagen können, wir haben in einem Bankettſaale ga⸗ loppirt.

So ſprechend, gab Samuel ſeinem Pferde beide Sporen und ſprengte nach der Seite, wo die Mauer fehlte; doch kaum hatte er zehn Schritte gemacht, als das Pferd ſich ſo heftig bäumte, daß es Samuel mit dem Kopf mitten in's Geſicht ſtieß.

Zu gleicher Zeit rief eine Stimme:

Halt! der Neckar!

Samuel neigte den Kopf.

Er ſchwebte zwei hundert Fuß über dem gähnenden Fluß. Die zwei Vorderfüße des Pferdes hatten beim Bäumen einen Halbkreis im leeren Raum beſchrieben.

Der Berg war an dleſer Stelle jählings abſchüſſig,

und man hatte die Burg über dem Abgrunde gebaut, der

einen Theil der Stärke ihrer Lage bildete. Schling⸗ pflanzen liefen wie eine Guirlande an den Unebenheiten

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