Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1851)
Entstehung
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Ja, ſie wird wohl einen Winkel haben, der uns ein Obdach bietet. Wir warten dort, bis der Sturm vorüber iſt, oder wenigſtens bis der Regen aufhört.

Ja, und unſere Kleider werden uns auf dem Rücken trocknen, und wir bekommen eine gute Bruſtentzündung, wenn wir ſo naß und unbeweglich bleiben! Gleichviel! wir wollen ſehen, wie es mit der Burg iſt.

Mit einigen Schritten erreichten ſie den Fuß der Ruine; doch es war nicht leicht hineinzukommen. Des von den Menſchen verlaſſenen Schloſſes hatte ſich das Buſchwerk bemächtigt. Der Eingang war durch jene

Pflanzen und Sträuche verſperrt, die mit den eingeſtürzten

Mauern befreundet find. Samuel ſprengte ſein Pferd, den Biß des Sporns dem Stich der Dorne beifügend,

durch Alles.

Das Pferd von Julius folgte, und die zwei Freunde befanden ſich im Innern des Schloſſes, wenn ſich über⸗ haupt die Worte Inneres und Schloß auf eingeſunkene und auf allen Seiten offene Trümmer anwenden laſſen.

Hol ho! uns zu beſchirmen führſt Du uns hieher? fragte Samuel emporſchauend.Mir ſcheint, um dies zu erreichen, müßte vor allen Dingen ein Dach oder eine Decke vorhanden ſein, doch Dächer und Decken fehlen leider.

Aus dieſer vielleicht einſt mächtigen und glorreichen Burg hatte in der That die Zeit ein elendes Gerippe gemacht: von vier Mauern blieben nur noch drei, und auch dieſe hatten ſich durch ihre übermäßig vergrößerten Fenſter ausgehöhlt; die vierte war bis auf den letzten Stein eingefallen.

Der Fuß der Pferde ſtolperte bei jedem Tritt. Wur⸗ zeln drückten ſtellenweiſe die geborſtenen Platten empor und durchloͤcherten ſie, als ob es der ſeit drei Jahrhun⸗ derten begrabenen Vegetation gelungen wäre, mit ihren hartnäckigen, knotigen Fingern durch eine unendlich lange Arbeit den Stein ihres Gefängniſſes zu durchbrechen.

Gott lenkt. 1. 2