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Und er horchte, wie er es gethan, als er den Stein in die Schlucht hatte rollen laſſen. Doch es antwortete ein
auch nichts. vo „Beim Höllenloch!“ ſagte Samuel,„das ſoll mir.
nicht entgehen.“ tro Und er nahm wieder den Zaum ſeines Pferdes, we ſchwang ſich in den Sattel und galoppirte haſtig und ohne auf die Warnungen von Julius zu hoͤren, rund um den Abſturz. In einem Augenblick befand er ſich an der Ri Stelle, wo die Viſion erſchienen war; doch er mochte o immerhin ſuchen, er ſah nichts mehr; weder das Mäd⸗ Br chen, noch das Thier, weder die Hexe, noch den Bock. P Samuel war nicht der Mann, ſich ſo zufrieden zu N geben; er ſondirte den Abgrund, durchſuchte Büſche und de Sträuche, forſchte im Geſtrüppe, ritt hin und her. Als du ihn aber Julius inſtändig bat, auf dieſe unnütze Forſchung. zu verzichten, kehrte Samuel verbrießlich und unzufrieden pe zu ſeinem Kameraden zurück; er war einer von den zähen Geiſtern, welche die Gewohnheit haben, bis zum Ende un jedes Weges, auf den Grund jeder Sache zu gehen, und bei denen der Zweifel nicht die Träumerei, ſondern die hie Gereiztheit hervorbringt. un Sie ritten weiter. od Die Blitze leiteten ſie ein wenig und boten ihnen feh überdies ein herrliches Schauſpiel. In Zwiſchenräumen übergoß ſich der Wald oben auf den Bergen und in der Bt Tiefe der Schluchten mit Purpur, und der Fluß nahm zu ge ihren Füßen die Todesbläſſe des Stahls an. au Julius ſagte ſeit einer Viertelſtunde nichts mehr, 5 F ˙
und Samuel ſpottete ganz allein über die letzten Schläge des ſterbenden Donners, als plöslich Julius ſein Pferd anhielt und ausrief: „Ah! da haben wir, was wir brauchen!“ Und er dentete auf eine Burgruine, die ſich zu ihrer
Rechten erhob. „Dieſe Ruine?“ fragte Samuel.


