352 Im Palais Royal ließ der Doctor anhalten.
„Gott befohlen, junger Mann,“ ſprach der Arzt zu
offmann,„und wenn Sie mir glauben wollen, reiſen Sie ſobald als möglich nach Deutſchland ab; es iſt nicht gut in Frankreich für Leute, welche eine Einbildungs⸗ kraft haben wie Sie.“
Und er ſchob Hoffmann aus dem Fiaere; noch ganz betäubt von dem, was ihm begegnet, lief dieſer geraden Weges unter einen in entgegengeſetzter Rich⸗ tung des Fiaere fahrenden Karren, wäre nicht ein vor⸗ beigehender junger Mann vorgeſtürzt und hätte Hoff⸗ mann in dem Augenblick in ſeinen Armen zurückgehalten, wo der Kärrner ſich anſtrengte, um ſeine Pferde auf⸗ zuhalten.
Der Fiaere fuhr weiter.
Die zwei jungen Leute, derjenige, welcher beinahe gefallen wäre, und derjenige, welcher ihn zurückgehal⸗ ten, gaben gleichzeitig einen Ausruf von ſich.
„Hoffmann!“
„Werner!“
Dann, als Werner ſah, in welchem Zuſtand der Abgeſpanntheit ſein Freund ſich befand, führte er ihn in den Garten des Palais⸗Royal.
Nun kehrte der Gedanke an Alles, was vorgefal⸗ len, lebhafter in das Gedächtniß von Hoffmann zurück, und er erinnerte ſich des Medaillon, das er bei dem deutſchen Wechsler verpfändet hatte.
Er ſtieß einen Schrei aus, da es ihm einfiel, daß er ſeine Taſchen auf den Marmortiſch des Gaſthofs ausgeleert hatte. Zu gleicher Zeit entſann er ſich aber, daß er, um das Medaillon auszulöſen, drei Louisd'or in ſein Uhrentäſchchen geſteckt.
Das Täſchchen hatte getreulich das hinterlegte aufbewahrt; die drei Louis d'or waren immer noch da.
Hoffmann entſchlüpfte den Armen von Werner,
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