——
351
zu beurkunden, ſchwermüthig den Kopf.
„Nun! ſo laßt einen Fiacre herbeikommen, damit ich ihn zurückführe,“ ſagte der Arzt.
„Wohin?“ rief Hoffmann,„wohin wollen Sie mich zurückführen?“
„Wohin?“ verſetzte der Doctor,„in das Irren⸗ haus, aus dem Sie entſprungen ſind, mein Freund.“
Dann fügte er leiſe bei:
„Laſſen Sie mich machen, alle Wetter! oder ich ſtehe nicht für Sie. Dieſe Leute werden glauben, Sie haben ihrer geſpottet, und Sie in Stücke zerreißen.“
Hoſſmann ſeufzte und ließ ſeine Arme fallen.
„Ihr ſeht wohl,“ ſprach der Doctor,„er iſt nun ſanft wie ein Lamm. Die Kriſis iſt vorüber.. ruhig, mein Freund, ruhig.“
Und der Doctor ſchien Hoffmann mit der Hand zu beſchwichtigen, wie man ein hitziges Pferd oder einen tobenden Hund beſchwichtigt.
Während dieſer Zeit hatte man einen Fiacre ange⸗ halten und herbeigebracht.*
„Steigen Sie raſch ein,“ ſagte der Arzt zu Hoff⸗ mann.
Hoffmann gehorchte; alle ſeine Kräfte waren in dieſem Kampf erſchöpft worden.
„Nach Bicétre!“ rief der Arzt, indem er hinter Hoffmann einſtieg.
Dann fragte er leiſe den jungen Mann:
„Wohin ſoll man Sie führen?“
„Nach dem Palais⸗Egalité,“ antwortete Hoffmann mit einer gewiſſen Anſtrengung.
„Vorwärts, Kutſcher!“ rief der Doctor.
Und er grüßte die Menge⸗
„Es lebe der Doetor!“ ſchrie die Menge⸗
Wenn die Menge unter der Gewalt einer Leiden⸗ ſchaft iſt, muß ſie immer rufen, es lebe irgend Jemand oder es ſterbe irgend Jemand⸗


