war ſtark davon die Rede, Hoffmann zu verhaften, als dieſer plötzlich auf der Straße den kleinen ſchwarzen Mann erblickte, ihn zu Hülfe rief und zur Zeugſchaft über die Wahrheit deſſen, was er erzählt, aufforderte.
Die Stimme eines Arztes hat immer ein großes Anſehen bei der Menge. Dieſer bekannte ſich zu ſeinem Gewerbe und man ließ ihn Hoffmann ſich nähern.
„Oh! armer junger Mann,“ rief er, indem er ſeine Hand ergriff, unter dem Vorwand, ihm den Puls zu fühlen, in Wirklichkeit aber, um ihm durch einen beſonderen Druck zu rathen, er möge ihn nicht Lügen ſtrafen,„armer junger Mann, er iſt alſo entwichen 24
„Entwichen von wo? entwichen von was 2“ riefen gleichzeitig zwanzig Stimmen.
„Ja, entwichen von wo?“ fragte Hoffmann, der den Weg der Rettung, welchen ihm der Arzt öffnete, annehmen wollte, weil er ihn für demüthigend hielt.
„Bei Gott!“ erwiederte der Doctor,„aus dem Hoſpiz.“
„Aus dem Hoſpiz!“ riefen dieſelben Stimmen,„aus welchem Hoſpiz?“
„Aus dem Irren⸗Hoſpiz.“
„Ah! Doctor, Doctor!“ rief Hoffmann,„keinen Scherz!“
„Der arme Teufel,“ ſagte der Arzt, ohne daß er Hoffmann zu hoͤren ſchien,„der arme Teufel wird Schaffot eine Frau verloren haben, die er
iebte.“
„Oh! ja, ja,“ ſprach Hoffmann,„ich liebte ſie ſehr, doch nicht wie Antonia.“
„Armer Junge,“ ſagten mehrere anweſende Frauen, welche Hoffmann zu bedauern anfingen.
„Ja,“ fuhr der Doctor fort,„ſeit jener Zeit iſt er von einer furchtbaren Sinnenblendung heimgeſucht; er glaubt zu ſpielen er glaubt zu gewinnen... Wenn
er geſpielt und gewonnen hat, glaubt er diejenige be⸗
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