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eine nach der andern ſtrömten ſeine Taſchen die unge⸗ heure Beute aus, die er im Spiel gemacht hatte
Ein Haufen beweglichen und glänzenden Goldes erhob ſich auf dem Tiſch.
Bei dieſem Geräuſch ſchien ſich Arſene wiederzu⸗ beleben; ſie drehte den Kopf; und das Geſicht ſchien die durch das Gehör begonnene Auferſtehung zu voll⸗ enden.
Sie erhob ſich, immer ſtarr und unbeweglich,— doch ihre bleiche Lippe lächelte,— doch ihre glaſigen Augen erleuchteten ſich und ſchleuderten Strahlen, die ſich mit denen desr Goldes kreuzten.
„Oh!“ ſagte ſie,„Dir gehört dies Alles?“
„Nein, nicht mir, Di Arſene.“
“ rief die Tänzerin. u und ſie tauchte ihre beiden Hände in den Metall⸗ haufenl Ei
Die Arme des Mädchens verſchwalden bis an den Ellbogen.
Dann ſchien dieſe Frau, deren Leben das Gold ge⸗ weſen war, das Leben bei der Berührung des Goldes wiederzuerlangen.
„Mir!“ wiederhobe ſie,„mir!“ und ſie ſprach die⸗ ſes Wort mit einem vibrirenden, metalliſchen Ton, der ſich auf eine unglaubliche Weiſe mit dem Geklirre der Louis d'or vermählte.
Zwei Kellner traten ein und brachten einen ganz beſtellten Tiſch, den ſie beinahe fallen ließen, als ſie dieſen Haufen von Reichthümern erblickten, welche die krampfhaften Hände des Mädchens kneteten.
„Es iſt gut,“ ſagte Hoffmann,„Champagner, un laſſen Sie uns allein.“
Die Kellner brachten mehrere Flaſchen Champagner Wein und entfernten ſich wieder.
Hinter ihnen machte Hoffmann die Thüre zu und ſchloß ſie mit dem Riegel.
Die Augen glühend vor Verlangen, kehrte er ſodann


