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„man iſt gekommen, um mich ſelbſt zu verhaften, ich habe mich geflüchtet, wie ich war, und in dieſer Nacht um eilf Uhr, da ich mein Zimmer zu klein und mein Bett zu kalt fand, bin ich hierher gegangen.“
Dieſe Worte wurden mit einem ſonderbaren Aus⸗ druck, ohne Geberde, ohne Biegungen geſprochen; ſie kamen von einem blaſſen Mund, der ſich wie durch eine Feder öffnete und ſchloß; es war, als ſpräche ein Au⸗ tomat.
„Aber Sie können nicht hier bleiben,“ rief Hoff⸗ mann.
„Wohin ſollte ich gehen?.. Ich will nur ſo ſpät als möglich dahin zurückkehren, woher ich komme; es hat mich zu ſehr gefroren.“
„So kommen Sie mit mir!“ rief Hoffmann.
„Mit Ihnen?“ verſetzte Arſene.
Und es ſchien dem jungen Mann, als ſiele auf ihn, beim Sternenſcheine, ein verächtlicher Blick, dem ähn⸗ lich, durch welchen er in dem reizenden Boudoir der Rue de Hanovre niedergeſchmettert worden war.
„Ich bin reich, ich habe Gold!“ rief Hoffmann.
Das Auge der Tänzerin ſchleuderte einen Blitz.
„Gehen wir,“ ſagte ſie,„doch wohin?“
„Wohin?“
In der That, wohin führte Hoffmann dieſe Frau des Lurus und der Sinnlichkeit, welche, wenn ſie die magiſchen Paläſte und den Zaubergarten der Oper ver⸗ laſſen hatte, auf den Teppichen Perſiens zu gehen und ſich in die Shawls Indiens zu wickeln gewohnt war?
In ſein kleines Studentenzimmer konnte er ſie durchaus nicht führen; ſie wäre hier ſo eng und ſo kalt geweſen, als in der von ihr ſo eben erwähnten Woh⸗ nung, in welche zurückzukehren ſie ſo ſehr bange zu haben ſchien.
„In der That, wohin?“ fragte Hoffmann.„Ich kenne Paris nicht.“
„Ich will Sie fuͤhren,“ ſagte Arſene.


