Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn (1850)
Entstehung
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Sie meinen, ſie ſei heute Abend noch nicht zu⸗ rückgekehrt?

Ich meine, ſie werde nicht mehr zurückkehren

Wo iſt ſie denn?

Ich weiß es nicht.

Mein Gott! mein Gott! rief Hoffmann, und er nahm ſeinen Kopf in ſeine beiden Hände, als wollte er ſeine Vernunft feſthalten, welche dem Entfliehen nahe war. Alles, was ihm ſeit einiger Zeit begegnete, war ſo ſeltſam, daß er ſich jeden Augenblick ſagte:Ah! nun kommt der Moment, wo ich ein Narr werde.

Sie wiſſen alſo das Neuſte nicht? fragte der Portier.

Das Neuſte?

Herr Danton iſt verhaftet worden.

Wann?

Geſtern. Herr Robespierre hat das gethan. Welch ein großer Mann iſt der Bürger Robespierre!

Nun?

Mlle. Arſene iſt genöthigt geweſen, ſich zu flüch⸗ ten; denn als Geliebte von Danton hätte ſie bei dieſer ganzen Sache gefährdet werden können.

Das iſt richtig. Doch wie hat ſie ſich geflächtet?

Wie man ſich flüchtet, wenn man vor dem Kopf⸗ abſchlagen Angſt hat, ganz gerade aus.

Ich danke, mein Freund, ich danke, ſagte Hoff⸗ mann, und er verſchwand, nachdem er noch einige Gold⸗ ſtücke in der Hand des Portier zurückgelaſſen hatte.

Als Hoffmann auf der Straße war, fragte er ſich, was aus ihm werden ſollte, und wozu ihm nun all ſein Gold nütze; denn es kam ihm der Gedanke, er könnte Arſene wiederauffinden, eben ſo wenig in den Kopf, als der Gedanke, er könnte nach Hauſe gehen und ausruhen.

Er ging alſo auch ganz gerade aus, ließ das Pfla⸗ ſter der düſteren Straßen unter dem Abſatz ſeiner Stie⸗ fel ſchallen und marſchirte völlig wach in ſeinem ſchmerz⸗ lichen Traum.