Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn (1850)
Entstehung
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nicht bewegt, denn es ſagte ihm etwas, er würde ge⸗ winnen.*

26 kam heraus.

Hoffmann ſtrich ſtrahlend ſechs und dreißig Louis⸗ d'or ein.

Vor Allem ſteckte er drei hievon in ſeine Uhrentaſche, um mit Sicherheit das Medaillon ſeiner Braut, deren Namen eroffenbar dieſen erſten Gewinn verdanlte, wieder einlöſen zu können. Er ließ drei und dreißig Louis d'or auf derſelben Nummer und dieſelbe Nummer kam heraus. Er gewann alſo ſechs und dreißg mal drei und dreißig Louis d'or, das heißt über fünf und zwanzig tauſend Franken. Dann ſchöpfte Hoffmann mit vollen Händen aus dieſem ſoliden Pactolus, nahm, was er zwiſchen die Finger bekam, und ſpielte auf den Zufall, durch eine endloſe Blendung. Bei jedem Coup, den er ſpielte, wuchs der Haufen ſeines Gewinns an, einem plötzlich aus dem Waſſer hervorkommenden Berge ähnlich.

Er hatte Gold in ſeinen Taſchen, in ſeinem Rock, in ſeiner Weſte, in ſeinem Hut, in ſeinen Händen, auf dem Tiſch, überall. Das Gold floß gegen ihn aus der Hand der Croupiers wie das Blut aus einer weiten Wunde. Er war der Jupiter aller dieſer gegenwärtigen Danaen geworden und der Kaſſier aller dieſer unglück⸗ lichen Spieler.

Er verlor wohl hiedurch etwa zwanzig tauſend Franken.

Dann, als er genug zu haben glaubte, raffte er alles Gold, was er vor ſich hatte, zuſammen, lleß alle diejenigen, welche ſich hier fanden, voll Bewunderung und Neid zurück, entfloh und lief in der Richtung des Hauſes von Arſene fort.

Es war ein Uhr Morgens; doch daran war ihm wenig gelegen.

Es dünkte ihm, mit einer ſolchen Summe könnte er zu jeder Stunde der Nacht erſcheinen, und er würde ſtets willkommen ſein.