Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn (1850)
Entstehung
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einen Werth, der ſogar höher als der ſeinige; es ent⸗ ehrt ſich nicht, wenn es, wie eine ſchamloſe Courtiſane, ohne Bevorzugung, ohne Liebe, von der Hand des Einen in die Hand des Andern übergeht; es hat die Selbſtachtung; einmal vom Wechsler weggegangen, kann es ſich verſchlimmern, es kann ſchlechte Geſellſchaft be⸗ ſuchen, was es vielleicht gethan hat, ehe es gekommen iſt; aber ſo lange es anweſend, iſt es ehrwürdig und muß geachtet werden. Es iſt das Bild des Bedürfniſſes und nicht der Laune. Man erwirbt es, man gewinnt es nicht. Es wird nicht ungeſtüm wie einfache Spiel⸗ pfennige von der Hand des Croupier hingeworfen, es wird methodiſch, Stück für Stück, langſam und mit aller ihm gebührenden Ehrerbietung vom Wechsler ge⸗ zählt. Es iſt ſchweigſam, und das' iſt ſeine größte Beredtſamkeit: Hoffmann, deſſen Einbildungskraft nur eine Minute brauchte, um eine ſolche Vergleichung an⸗ zuſtellen, zitterte auch aus Furcht, der Wechsler werde ihm nie ſo reelles Gold gegen ſein Medaillon geben wollen. Er glaubte ſich genöthigt, obgleich das ein Zeitverluſt war, Umſchreibungen zu nehmen, um zu dem zu gelangen, was er wollte, und dies um ſo mehr, als es nicht ein Geſchäft war, was er vorzuſchlagen ge⸗ dachte, ſondern ein Dienſt, um den er den Wechsler zu bitten im Sinne hatte.

Mein Herr, ſagte er zu ihm,ich war vorhin bei Ihnen, um Thaler gegen Gold zu wechſeln.

Ja, mein Herr, ich erkenne Sie wohl, erwie⸗ derte der Wechsler.

Sie ſind ein Deutſcher, mein Herr?

Ich bin von Heidelberg.

Dort habe ich ſtudirt.

Welch eine reizende Stadt!

In der That.

Während dieſer Zeit kochte das Blut von Hoffmann⸗ Es kam ihm vor, als wäre jede Minute, die er dieſem alltäglichen Geſpräch widmete, ein verlorenes Jahr.