Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn (1850)
Entstehung
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Dieſer Greis, der ſein Leben mit dem Aufſuchen einer Martingale*) abgenutzt hatte, verbrauchte ſeine letzten Tage, um ſie in's Werk zu ſetzen, ſeine letzten Geldſtücke, um ſie ſcheitern zu ſehen. Die Martingale iſt unfindbar wie die Seele.

Unter den Köpfen von allen dieſen ſtehenden oder ſitzenden Männern erſchienen Köpfe von Frauen, welche ſich auf ihre Schultern lehnten, an ihrem Gold Theil nahmen und mit einer Geſchicklichkeit ohne Gleichen, nicht ſpielend, Mittel fanden, auf dem Gewinn der Einen und auf dem Verluſt der Andern zu gewinnen.

Wenn man dieſe Becher voll Gold und dieſe Py⸗ ramiden von Silber ſah, hätte man größe Mühe ge⸗ habt, zu glauben, daß das Elend im Volk ſo groß und. daß das Gold ſo theuer wäre.

Der Mann in der Carmagnole warf ein Päckchen Papiere auf eine Nummer.

Fünfzig Livres, ſagte er, um ſein Spiel anzu⸗

kündigen..

Was iſt das? fragte der Croupier, während er die Papiere mit einem Rohre an ſich zog und mit den Fingerſpitzen nahm.

Es ſind Aſſignate, erwiederte der Mann.

Haben Sie kein anderes Geld, als dieſes? fragte der Croupier. 1Nein, Bürger.

Dann können Sie einem Andern Platz machen.

Warum?

Weil wir es nicht nehmen.

Das iſt Geld der Regierung.

Gut für die Regierung, wenn ſie ſich deſſelben bedient! wir wollen es nicht.

Ah! gut, ſagte der Mann, indem er ſeine Aſ⸗

*) Eine ſcheinbar untrügliche Berechnung, um im Spiele, beſon⸗ ders durch Verdoppelung der Sätze, zu gewinnen.

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