Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn (1850)
Entstehung
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ſie zuſammenpreßt, zurückhält, und, wenn der Coup geſpielt iſt, ſie ungeſtüm umherſchleudert, um ſie mit

mehr Kraft wieder aufzufaſſen.

Was die Leidenſchaft des Spielers ſtärker macht, als alle andere Leidenſchaften, iſt der Umſtand, daß ſie,

da man ſie nie zu ſättigen vermag, auch nie ermüdet

werden kann. Es iſt eine Geliebte, die ſich immer verſpricht, und ſich nie gibt. Sie tödtet, aber ſie er⸗ müdet nicht.

Die Leidenſchaft des Spiels iſt die Hyſterie des Mannes.

Für den Spieler iſt Alles todt, Familie, Freunde, Vaterland. Sein Horizont iſt die Karte und die Ku⸗ gel, ſein Vaterland iſt der Stuhl, auf dem er ſitzt, iſt der grüne Teppich, auf den er ſich ſtützt. Man ver⸗ damme ihn zum Roſt wie den heiligen Laurentius und man laſſe ihn hier ſpielen, ich wette, er fühlt das Feuer nicht, und er dreht ſich nicht einmal um.

Der Spieler iſt ſchweigſam. Das Wort kann ihm zu nichts nützen. Er ſpielt, er gewinnt, er verliert; er iſt fein Menſch mehr, er iſt eine Maſchine. War⸗ um ſollte er ſprechen?

Das Geräuſch, welches im Saale ſtattfand, rührte alſo nicht von den Spielern her, ſondern von den Croupiers, welche das Gold aufhäuften und mit einer näſelnden Stimme ausriefen:

Faites vos jeux.

In dieſem Augenblick war Hoffmann kein Beobachter mehr. Die Leidenſchaft beherrſchte ihn zu ſehr, ſonſt hätte er eine Reihe höchſt intereſſanter Studien hier zu machen gehabt.

Er ſchlüpfte raſch mitten unter die Spieler und kam an den Saum des Teppichs. Er befand ſich hier zwi⸗ ſchen einem ſtehenden Mann in einer Carmagnole und einem ſitzenden Greis, welcher Berechnungen mit einem Bleiſtift auf Papier machte.

Tauſend und ein Geſpenſt. M. 21