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Ich ſtand auf und ſchickte mich an wegzugehen.
„Ah!“ rief Herr von Villenave,„ſagen Sie im Vorbeigehen den Damen, man poll meinetwegen nicht unruhig ſein; ich werde nicht hinabkommen.“
Ich erwiederte durch ein Zeichen, der Auftrag werde beſorgt werden.
Dann drehte Herr von Villenave ſeinen Lehnſtuhl auf einem Hinterfuß, ſo daß er ſich dem Portrait gegen⸗ über befand; als ich hernach die Thüre ſchloß, hörte ich ihn noch murmeln:
„Arme Sophie!“
Die Geſchichte, die man nun leſen wird, iſt die, welche mir Herr von Villenave erzählte.
Der Arzt des Rönigs.
Am 25. Auguſt 17724 ſchlief König Ludwig XV. in Verſailles im blauen Zimmer; in der Nähe ſeines Lagers, auf einem Gurtbette, ſchlief der Wundarzt La⸗ martiniére. Es ſchlug fünf Uhr Morgens auf der Uhr des großen Hofes und die Bewegung fing im Schloſſe an. Eine Bewegung von unruhigen Schatten, die den Schlummer des Fürſten zu dieſer Stunde ſchonten, wo ſeit einiger Zeit Ludwig XV., ermüdet durch die Nacht⸗ wachen und die Ausſchweifungen, ein wenig Ruhe erkauft durch den Mißbrauch der Schlafloſigkeit, und durch die narcotiſchen Mittel fand, wenn der Mißbrauch der Schlaf⸗ loſigkeit nicht mehr genügte; nachdem er bis auf die Hefe die Vergnügungen, die Genüſſe, die Schmeicheleien Tauſend und ein Geſpenſt. M.
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