Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn (1850)
Entstehung
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Sie war zwei Tage vorher in dem Augenblick, wo ſie an Sie ſchrieb, von einer Unpäßlichkeit befallen worden, die wir Anfangs für leicht hielten, welche ſich jedoch bis zum Augenblick ihres Todes immer mehr verſchlimmerte.

Ich habe die Ehre, ſo unvollſtändig er iſt, den Brief zu überſchicken, den ſie für Sie angefangen. Die⸗ ſer Brief wird Ihnen beweiſen, daß bis zum Augen⸗ blick des Todes die Gefühle, die ſie für Sie hegte, die⸗ ſelben geblieben ſind.

Ich bin, mein Herr, wie Sie ſich denken können, ſehr traurig, nenne mich aber immerhin Ihre erge⸗ benſte Dienerin,

Thereſe Mirand.

Herr von Villenave folgte mit den Angen meinen Augen, welche laſen.

zUm Mitternacht, ſagte er zu mir,Sie ſehen; um Mitternacht iſt das Portrait zu Boden gefallen und zerbrochen. Es findet nicht nur ein Zuſammentreffen des Tages, ſondern ſogar der Minuten ſtatt.

Ja, antwortete ich,ſo iſt es.

Sie glauben alſo? rief Herr von Villenave.

Allerdings glaube ich.

Ah! gut, ſo kommen Sie einmal, wenn ich we⸗ niger unruhig ſein werde, nicht wahr? und ich erzähle Ihnen etwas noch viel Seltſameres.

Etwas, was Ihnen begegnet iſt?

Nein, aber ich war Zeuge davon.

Wann dies?

Vor ſehr langer Zeit. Es fiel im Jahr 1774

vor, als ich Hofmeiſter der Kinder von Herrn von Chauvelin war.

Und Sie ſagen

Ja, ich werde Ihnen das erzählen; mittlerweile, Sie begreifen.

ſeIch begreife, es iſt für Sie Bedürfniß, allein zu ein.

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