Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn (1850)
Entstehung
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es war mir, als hörte ich etwas wie das Rauſchen eines ſeidenen Kleides durch das Zimmer. Wiederholt fragte ich: Iſt Jemand da? Endlich entſchlief ich, aber ſpät, und als ich erwachte, fand ich mein armes Paſtel⸗ bild in dem Zuſtand, in dem Sie es ſehen.

Oh! wie ſeltſam, rief ichhaben Sie denn Ihren wöchentlichen Brief erhalten?

Welchen Brief?

Denjenigen, welche Ihnen das Original des Por⸗ traits ſchrieb.

Nein, das iſt es gerade, was mich beunruhigt, und darum beauftragte ich Frangoiſe, die Briefe, welche für mich ankommen würden, ohne Verzug ſelbſt herauf⸗ zubringen oder herauftragen zu laſſen.

Nun denn! der, welchen ich Ihnen bringe.. Es iſt nicht Ihre Art, die Briefe zuſammenzu⸗ egen.

Ah!

Doch gleichviel, er kommt von Angers.

Die Perſon wohnte in Angers?

Ja! ah! mein Gott! ſchwarz geſiegelt! die arme Perſon, ſollte ihr ein Unglück widerfahren ſein?

Hienach entſiegelte Herr von Villenave erbleichend den Brief.

Nach den erſten Worten, die er las, füllten ſich ſeine Augen mit Thränen.

Er nahm einen zweiten bei ſeiner vierten Zeile ab⸗ gebrochenen und im erſten enthaltenen Brief.

Er drückte dieſen abgebrochenen Brief an ſeine Lip⸗ pen und reichte mir den andern.

Leſen Sie, ſagte er.

ch las: Mein Herr,

Mit meinem perſönlichen Schmerz, vermehrt durch den, welchen Sie empfinden werden, melde ich Ihnen, daß Frau*** am letzten Sonntag, beim letzten Schlage von Mitternacht, geſtorben iſt.