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Ich war alſo im Hauſe eingeführt worden; man hatte mich im erſten und dann im zweiten Stock auf⸗ genommen; ich hatte ſodann alle Sonntage Eintritt erlangt und war äm Ende ganz nach meinem Willen zugelaſſen, ein Vorrecht, welches höchſtens zwei bis drei Perſonen mit mir theilten.
An einem Wochentage nun, es war, glaube ich, ein Dienſtag, als ich Herrn von Villenave bitten wollte, mich ein Autograph von Chriſtine ſtudiren zu laſſen— ich gebe mir bekanntlich gern Rechenſchaft vom Cha⸗ rakter der Perſonen durch die Form ihrer Handſchrift— eines Tages, ſage ich, als ich zu dieſem Zwecke kam, es war gegen fünf Uhr Nachmittags im Monat März, läutete ich an der Thüre. Ich fragte nach Herrn von Villenave und ging hinein.
Als ich in das Haus ſelbſt eintreten wollte, rief mich Frangoiſe zurück.
„Was gibt es, Frangoiſe?“ fragte ich.
„Wollen Sie zu den Damen oder zum Herrn?“
„Ich will zum Herrn, Frangoiſe.“
„Nun, dann könnten Sie wohl ſo gut ſein, meinen armen Beinen zwei Stockwerke zu erſparen und dieſen Brief, welchen man ſo eben überbracht, Herrn von Ville⸗ nave zu übergeben.“
„Gern, Frangoiſe.“
Frangoiſe gab mir den Brief, ich nahm ihn und ging hinauf.
Als ich an die Thüre kam, klopfte ich wie gewöhn⸗ lich an; doch man antwortete mir nicht.
Ich klopfte ein wenig ſtärker an.
Daſſelbe Stillſchweigen.
Endlich klopfte ich zum dritten Male an, und dies⸗ mal mit einer gewiſſen Unruhe, denn der Schlüſſel ſtak in der Thüre, und die Anweſenheit des Schlüſſels in der Thüre bezeichnete unabänderlich die Anweſenheit von Herrn von Villenave in ſeinem Zimmer.
Ich wagte es hienach, die Thüre zu öffnen, und


