Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn (1850)
Entstehung
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Ich ſage, beinahe immer, weil die großen Leidenſchaf⸗ ten ihre Stunden des Sturmes haben. Denken Sie ſich einen Liebhaber von Autographen, der eine koſtbare Unterſchrift erbrütet, eine Unterſchrift in der Art von denen von Ropespierre, der nur drei bis vier hinterlaſſen hat, von Moliöre, der nur eine oder zwei hinterlaſſen hat, von Shakespeare, der, glaube ich, gar keine hinterlaſſen hat; nun wohl! in dem Augenblick, wo er die Hand auf dieſe einzige oder beinahe einzige Unterſchrift zu legen in Begriffe iſt, entgeht ſie durch irgend einen Zufall unſerem Sammler und er iſt ganz natürlich in Verzweiflung.

Treten Sie in einem ſolchen Augenblick bei ihm ein, und wären Sie ſein Vater, wären Sie ſein Bru⸗ der, wären Sie ein Engel, und Sie werden ſehen, wie man ſie empfängt, wenn nicht etwa dieſer Engel durch ſeine göttliche Macht die Unterſchrift, welche nicht be⸗ ſtand, ins Leben ruft oder nicht dieſe einzige Unter⸗ ſchrift verdoppelt.

Das ſind die ausnahmsweiſen Fälle, wo ich von Herrn von Villenave ſchlecht empfangen wurde. Unter allen andern Umſtänden war ich ſicher, ein freundliches Geſicht, einen leicht zugänglichen Geiſt und ein gefälli⸗ ges Gedächtniß, ſelbſt in der Woche, zu finden.

Ich ſage: in der Woche, weil der Sonntag bei Herrn von Villenave wiſſenſchaftlichen Beſuchen vor⸗ enthalten war.

Alles, was an fremden Bibliophilen, an Liebha⸗ ber von kosmopolitiſchen Autographen nach Paris kam, verfehlte nicht, Herrn von Villenave Beſuch zu machen, gerade wie Vaſallen ihre Huldigung dem Lehnsherrn darbringen.

Der Sonntag war der Tag der Tauſche. Durch dieſe Tauſche vervollſtändigte Herr von Villenave ſeine auswärtigen Sammlungen, für welche ſeine Specerei⸗ händler ungenügend waren, wogegen er den deutſchen, engliſchen oder amerikaniſchen Sammlern Abſchnitzel von ſeinen nationalen Reichthümern überließ.

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