m An⸗ ebildet
23
ſeine Runde. Es gab keinen Gewürzkrämer in Paris, der ihn nicht kannte und der nicht, wenn er ihn ſah, um ſie ſeiner gelehrten Forſchung zu unterwerfen, die zukünftigen Säcke und zufünftigen Tüten zuſammen⸗ legte.
Es verſteht ſich, daß Herr von Villenave an den Tagen, wo er den Autographen zu Liebe, ausging, auch ſeine Bücherjagd unternahm; er wählte die Linie der Quais, der unerbittlichen Biblivphile, und ſeine Hände in den Hoſentaſchen, ſeinen großen Leib vorgebeugt, ſeinen ſchönen, verſtändigen Kopf durch das Verlangen erleuchtet, tauchte er ſeinen glühenden Blick in die Tiefe der Auslagen, um den unbekannten Schatz zu ſuchen, den er einen Augenblick durchblätterte; und war das Buch das, nach welchem er getrachtet, war
es die Ausgabe, die er ſuchte, ſo verließ es den Laden
des Händlers nicht, um Platz in der Bibliothek von Herrn von Villenave zu nehmen, in der Bibliothek von Herrn von Villenave war fein Platz mehr, und zwar ſeit geraumer Zeit, und Tauſche gegen Zeichnungen oder Autographe mußten den für den Augenblick feh⸗
lenden Raum ſchaffen; nein, das Buch nahm Platz auf
dem Speicher, welcher drei Abtheilungen hatte: die Abtheilung der Octavbände links, die Abtheilung der Quartbände rechts, die Abtheilung der Folianten in der Mitte.
Hier war das Chaos, aus dem Herr von Ville⸗ nave eines Tages eine neue Welt machen ſollte, etwas wie ein Auſtralien oder ein Neuſeeland.
Mittlerweile lagen ſie übereinander geworfen in einer Halbdunkelheit auf dem Boden.
Dieſer Speicher, das war die Vorhölle, in der die Seelen eingeſchloſſen, welche Gott weder in das Para⸗ dies, noch in die eigentliche Hölle ſchickt, weil er Abſich⸗ ten mit ihnen hat.
Eines Tages bebte, ohne eine ſcheinbare Urſache, das Haus bis in ſeine Grundfeſten, krachte gewaltig und bekam


