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in welche dieſer ſeinen Verſtand, ſein Wiſſen, ſeine Freube, ſein Glück, ſein Leben legte.
Dieſe zwei Zimmer waren die koſtbaren Zimmet, Herr von Villenave, der mehr als einmal ſein Leben beinahe um nichts gegeben hätte, würde ſicherlich dieſ zuei Zimmer nicht um hundert tauſend Thaler gegeben haben.
Es blieben noch das Schlafzimmer und das ſchwarz Cabinet, welche rechts vom Vorzimmer lagen und ſich parallel mit den ſo eben von uns beſchriebenen Zimmern ausdehnten.
In dem Schlafzimmer war das Bett von Herrn von Villenave gewiß die am wenigſten ins Auge fal⸗ lende Sache, denn es ſtand in der Tiefe eines Alcoven, vor dem ſich zwei getäfelte Thüren ſchloßen.
In dieſem Zimmer empfing Herr von Villenave.
Streng genommen, konnte man auch darin gehen; ſtreng genommen, konnte man ſich auch darin ſetzen.
Man vernehme, wie man ſich darin ſetzen, man vernehme, in welchem Fall man darin gehen konnte.
Die alte Bonne, ich erinnere mich ihres Namens nicht mehr, öffnete ein wenig die Thüre des Zimmers und meldete Herrn von Villenave einen Beſuch.
Wenn ſie dieſe Thüre öffnete, fand ſie Herrn von Villenave mitten in einer Claſſifieirung, einer Träu⸗ merei oder in einer Schlaftrunkenheit in Folge der Arbeit
„Wie! was gibt es, Frangoiſe?(Nehmen wir an, ſie habe Frangoiſe geheißen.) Mein Gott! kann man denn nicht einen Augenblick ruhig ſein?“
„Ah! Herr, ich muß doch kommen„ erwiederte Frangoiſe.
„Sprechen Sie geſchwinde: was wollen Sie von mir? Warum erſcheinen Sie immer in dem Augen⸗ blicke, wo ich am meiſten beſchäftigt bin?. Nun?“ rief Herr von Villenave.
Und er ſchlug ſeine großen Augen mit einem ver⸗
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