Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn (1850)
Entstehung
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welche übrigens unnütz, da ſie den Schuldigen nie rette⸗ ten, unterdrücken und die Schiffe mit Klappe an die Stelle der Guillotine ſetzen ſehen; er war vielleicht auf dem Kai der Loire, als am 15. September 1793 Car⸗ rier als erſten Verſuch ſeiner republicaniſchen Noyaden(Erſäufungen) und verticalen Depor⸗ tationen(dies waren die Namen, die er der von ihm erfundenen neuen Art von Hinrichtung gab) vier und neunzig Prieſter unter dem Vorwand, ſie nach Belle⸗ Jele zu führen, einſchiffte; er war vielleicht am ufer der Loire, als der erſchrockene Fluß auf das Land die vier und neunzig Leichname zurückwarf; er empörte ſich damals vielleicht bei dieſem Schauſpiel, das nach eini⸗ ger Zeit, indem es ſich jede Nacht wiederholte, das Waſſer des Fluſſes dergeſtalt verdorben hatte, daß man es zu trinken verbot; noch unkluger vielleicht, half er eines von dieſen erſten Opfern, denen noch ſo viele Oyfer folgen ſollten, zur Erde beſtatten; doch es ge⸗ ſchah, daß eines Morgens Herr von Villenave ver⸗ haftet, ins Gefängniß geworfen und wie ſeine Gefähr⸗ ten dazu beſtimmt wurde, ſeinen Theil zum Verderben des Fluſſes beizutragen, als ſich Carrier eines Andern beſann; er hatte hundert und zwei und dreißig Gefan⸗ gene, lauter Verurtheilte, ausgewählt und nach Paris erpedirt, als eine Huldigung der Provinz⸗Schaffote der Guillotine der Hauptſtadt dargebracht; als ſie ab⸗ gegangen waren, hatte ſich Carrier abermals eines An⸗ dern beſonnen: die Huldigung war ihm ohne Zweifel nicht genügend vorgekommen, und er hatte den Befehl an Boufſard, der die Escorte commandirte, abgeſchickt, ſeine hundert und zwei und dreißig Gefangenen bei der Ankunft in Angers zu erſchießen.

Bouſſard war ein braver Mann, der dies nicht that und ſeinen Marſch fortſetzte.

Als Carrier dies erfuhr, ſchickte er an das Con⸗ ventsmitglied Hentz, der damals Proconſul in Angers war, den Befehl, Bouſſard, wenn er ankäme, zu ver⸗