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ponirte, es war Chriſtine, die ich allein träumte. Ein ſchöner Traum! ein ganz glänzender Traum, der mir, in meinen jugendlichen Hoffnungen, den Garten der Hesperiden öffnen ſollte, einen Garten mit goldenen Früchten, deſſen Drache die Kritik iſt.
Mittlerweile hatte man mir, dem armen Hereu⸗ les, der ich war, eine Welt auf die Schultern gelegt. Eine abſcheuliche Göttin, dieſe Noth, die nicht einmal, indem ſie mich erdrückte, wie Alles den Vorwand hatte, ſie wolle einen Augenblick ausruhen.
Nein, die Noth erdrückte mich, mich und ſo viele Andere, wie ich einen Ameiſenhaufen erdrücke. Warum? wer weiß es? Weil ich mich unter ihrem Fuße fand, weil ſie, deren Augen verbunden, die kalte Göttin mit den eiſernen Ketten mich nicht ſah.
Die Welt, die ſie mir auf die Schultern geladen hatte, war mein Bureau.
Ich verdiente 125 Fr. monatlich, und für 125 Fr. monatlich mußte ich thun:
Ich kam um zehn Uhr auf mein Bureau und ver⸗ ließ es um fünf Uhr; doch im Sommer kam ich am Abend um ſieben Uhr noch einmal und verließ es um zehn Uhr.
Warum dieſes Uebermaß von Geſchäften im Som⸗ mer, wo es ſo gut war, die reine Landluft oder die berauſchende Atmoſphäre der Theater einzuathmen?
Ich will es Ihnen ſagen. Es war das Porte⸗ feuille des Herzogs von Orteans zu machen.
Dieſer Adjutant von Dumouriez bei Jemappes und Valmy, dieſer Geächtete von 1792, dieſer Profeſſor am Collegium zu Reichenau, dieſer Reiſende vom Cap Horn, dieſer Bürger von Amerika, dieſer Prinz der Freund der Foy, der Manuel, der Laffitte und der Lafayette, die⸗ ſer König von 1830, dieſer Geächtete von 1848, hieß zu jener Zeit noch„der Herzog von Orleans.“
Das war die glückliche Epoche ſeines Lebens; wie


