Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1850)
Entstehung
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in

265

Wie? welche Du noch bekommen kannſt? Den wievielſten des Monats haben wir heute?

Den 28. Oectober.

Ja, doch welcher Heilige, oder welchem Heiligen iſt diefer Tag geweiht?

Zwei großen Heiligen, mein Freund, dem heili⸗ gen Simon und dem heiligen Judas.

Ah! das iſt zu ſtark, rief ich,diesmal werde ich nicht mit weniger, als mit Zwillingen davon kommen.

In jedem Fall ſind es die letzten, entgegnete die Buchold.

Wie ſo?

Ja, ſiehſt Du nicht, wie ſehr ich verändert bin?

Dieſe Veränderung war mir in der That beim erſten Blick aufgefallen.

Es iſt wahr, was haſt Du? fragte ich.

Sie lächelte traurig und ſprach:

Glaubſt Du, Reiſen, wie die, welche ich mache, greifen nicht an? Ich habe Dich viermal beſucht, ohne Vorwurf; Hin⸗ und Rückweg macht das ſo etwas wie zweiunddreißigtauſend Meilen: viermal die Reiſe um die Welt; findeſt Du wol) viele Frauen, die dasſelbe für einen Ruchloſen thun, der nur daran denkt, ſie zu betrügen? Ah!

Und die Buchold vergoß ein paar Thräneh.

Das, was ſie ſagte, war ſo wahr, daß ich mich dadurch gerührt fühlte.

Nun wohl! warum kommſt Du?

Weil ich Dich am Ende liebe. Ah! wäreſt Du in Monnikendam geblieben, wir hätten ſo glücklich ſein können.

Mit Deinem reizenden Charakter! Geh' doch.

Was willſt Du? Was meinen Charakter ver⸗ dorben hat, iſt die Eiferſucht. Und woher rührte dieſe Eiferſucht? Vom Uebermaß meiner Liebe. Höre, wirſt Du heute, da fünf Jahre vorüber ſind, ſagen, Deine