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Zähne den Rand des Glaſes, das ſie beinahe zerbro⸗
chen hätte.
„Doch bei den erſten Tropfen, die den Gaumen der Sterbenden befeuchteten, ſpannten ſich die Muskeln ab, der Kopf wiegte ſich weich auf den Schultern, ihre ſteifen Arme fielen an ihrer Seite herab, das Röcheln hörte auf, und ein leichter Schweiß perlte auf der trockenen Stirne.
„Schimindra leerte das Glas⸗
„Dann, als ſie das Glas geleert hatte, ſagte ſie:
„„Oh! mein Gott! es iſt das Leben, was Ihr mir zu trinken gegeben habt.““
„Da warf ſie einen letzten Blick auf mich, dankte mir mit einem letzten Lächeln, ſuchte mich durch eine letzte Geberde zu berühren, ſtieß einen Seufzer aus, ſchloß die Augen und verſank in eine Lethargie, die nichts Beunruhigendes hatte, denn man fühlte das Leben unter dieſem Anſcheine von Tod hervorquellen.
„Ich konnte ſie nicht bei Vanly Tching laſſen, ich wollte ſelbſt nicht hier bleiben; mein Haus war nur fünfzig Schritte von dem entfernt, wo wir uns befan⸗ den. Ich nahm Schimindra in meine Arme, ging mit dem Bonzen weg, ſchloß die Thüre mit dem Schlüſſel, übergab dieſen Schlüſſel dem Bonzen und bat ihn, den⸗ ſelben auf der Stelle dem Civilrichter, dem Nachfolger des vorletzten Mannes von Vanly Tching, zu bringen und ihm Alles zu erzählen, was er geſehen, während ich Schimindra, die nach dem Ausſpruche des Arztes nur noch eines ſanften Schlafes bedurfte, nach Hauſe brächte.
„Als ich Schimindra auf ihr Bett gelegt hatte, legte ich mich ebenfalls nieder.
„Ihnen zu ſchildern, was in meinem Geiſte vor⸗ ging, ſobald das Licht ausgelöſcht war und ich mich, beſiegt von der Müdigkeit, in dem Zuflande der Träu⸗ merei befand, der noch nicht der Schlaf und ſchon nicht mehr das Wachen iſt, wäre mir nicht möglich. Meine
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