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roſenfarbene Flüſſigkeit; man hätte glauben ſollen, es wäre diſtilirter Rubin.
„„Ach! theure Freundin,““ ſagte ich, als ich ein⸗ trat,„könnt Ihr mir erklären, in welcher Beziehung meine Lage, die mir nichts zu wünſchen übrig läßt, aller Welt Mitleid zu erregen ſcheint? Man fragt mich, wie ich mich befinde, man fragt mich, ob ich mich beſſer fühle, man gibt mir den Rath, den Arzt holen zu laſ⸗ ſen, ſo daß ich bei meinem Ehrenworte jenem Menſchen einer franzöſiſchen Komödie, die ich in Amſterdam ge⸗ ſehen habe, gleiche, den alle Welt überreden will, er habe das Fieber, dem man es ſo oft und ſo kräftig wiederholt, daß er es am Ende glaubt und, nachdem — Jedermann gute Nacht gewünſcht, ſich zu Bette egt.““
„„Ah!l wenn Ihr nur das Fieber hättet, ſo würde man Euch mit China davon helfen.““
„„Wiel wenn ich nur das Fieber hätte! Ich habe nicht das Fieber, das bitte ich Euch mir zu glau⸗
en.““
„„Mein lieber Olifus,““ erwiederte Vanly,„„nun, da nur wir Beide beiſammen ſind, und da Ihr Euch keinen Zwang mehr anzuthun braucht, ſagt mir offen⸗ herzig, was Ihr empfindet.““
„Ich? was ich empfinde, ich empfinde das glü⸗
hendſte Verlangen, Euch zu erklären, daß ich Euch liebe, und beſonders, es Euch zu...
„„Und nicht den geringſten Magenkrampf?““ fragte Vanly.
„„Nicht den geringſten.““
„„Keinen kalten Schauer?““
„„Im Gegentheil.““
„„Nicht vas geringſte Bauchgrimmen?““
„„Ah! geht doch! Wenn ich die Cholera hätte, meine liebe Freundin, könntet Ihr keine andere Fragen an mich machen.““
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